Erstellt am 20. Mai 2016, 10:26

von Nadja Straubinger

Nepal-Reise: "Wir geben dort Hoffnung auf Schulbildung". Naturfreunde-Gruppe packte auf Nepal-Reise im Erdbebengebiet an. Spatenstich für zwei neue Schulen gesetzt. Im Oktober soll die Eröffnung gefeiert werden.

Die Naturfreunde-Gruppe beim Abriss der alten Schule in Janasewa: Sonja Schneider, Heidi Putz, Josef Kemetner, Martin Dullnig und Mario Holzer.  |  NOEN, privat

Im April, genau ein Jahr nach dem großen Erdbeben, hatten die Naturfreunde genügend Spenden gesammelt, um in der Region Tandrang zwei neue, massive Schulgebäude zu errichten. Gemeinsam mit Reiseleiter und Naturfreunde-Landesgeschäftsführer Ernst Dullnigg waren sechs Helfer mit dabei.

„Sieben Tage gab es Trekking, danach haben wir zusammengeholfen und eine Schule in Janasewa händisch abgetragen“, berichtet Dullnigg. Dabei habe sich eine außergewöhnliche Dynamik entwickelt, die das Hilfsteam sehr beeindruckt hat.

„Die Leute haben den ersten Schock überwunden und sind motiviert. Als wir gearbeitet haben, sind von überall Einheimische gekommen, die mitgeholfen haben. Und das bei 35 Grad im Schatten“, so Dullnigg. Das sei für die Gruppe sehr motivierend gewesen.

"Wir geben Hoffnung auf Schuldbildung"

„Wir geben dort Hoffnung, dass es in der Gegend bald wieder Schulbildung gibt“, erklärt der Geschäftsführer der Naturfreunde Niederösterreich. Derzeit haben die Menschen dort noch kein Dach über dem Kopf.

Viele haben Hütten provisorisch abgedeckt oder wohnen in Zelten, die sie bekommen haben. Besonders beeindruckt hat Dullnigg die Geschichte einer jungen Frau, die immer mitgearbeitet hat: „Wir waren einmal bei ihr eingeladen. Da hat sie erzählt, dass ihr Mann als das Erdbeben stattgefunden hat, mit Gurken nach Kathmandu gefahren ist. Er kam dort ums Leben. Seither lebt sie alleine mit ihren beiden Kindern.“

Ihre Kinder sind ihre Hoffnung, deswegen hilft sie mit die Schulen neu zu bauen.

Spatenstiche für zwei Schulen

Während der Reise erfolgten die Spatenstiche für zwei Schulen in Janasewa und Muna. Dort sollen jeweils 50 Kinder unterrichtet werden.

Das Material wurde bereits in die Gegend geliefert und es soll, sofern es der Monsun-Regen zulässt, weitergebaut werden. Schon im Oktober wird die nächste Trekking- und Arbeitsreise der Naturfreunde stattfinden.

Infos zur aktiven Mithilfe und Spendenmöglichkeit gibt es unter www.nepalhilfe.naturfreunde.at . Dann sollen auch die Schulen eröffnet werden und zwei weitere Baustellen beginnen.