Erstellt am 17. August 2016, 05:06

von Beate Steiner

Hilfe gegen Hitze & Co.. Wer die heißen Tage noch am Ebersdorfer See, am heimischen Pool oder auch beim Frequency genießen will, sollte die Tipps des Roten Kreuzes beherzigen.

Bezirkskommandant Wolfgang Brückler gibt Tipps gegen Hitzebeschwerden und Bade-Unfälle.  |  NOEN, Höfinger

Die letzten Ferienwochen noch relaxt genießen, bei Sonnenschein, am Pool, am Ebersdorfer See oder beim heißen Frequency-Festival – das gelingt am coolsten dem, der weiß, wie mit schweißtreibenden Temperaturen umzugehen ist.

„Hitze kann zu akuten Gesundheitsproblemen wie Hitzeschlag, Sonnenstich, Kollaps und Krämpfen führen“, weiß Wolfgang Brückler, Bezirkskommandant des Roten Kreuzes. Besonders betroffen sind nicht nur betagte Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke, sondern auch Männer und Frauen, die intensiv Sport betreiben. „Körperliche Aktivitäten sollten daher in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden“, empfiehlt Brückler. Überhaupt sollte man sich möglichst im Schatten bewegen, Sonnenbrillen und leichte Kopfbedeckungen tragen und den Körper erfrischen, „mit einer kühlen Dusche, Umschlägen oder Fußbädern.“ Und natürlich mit regelmäßigem Trinken. „Öfter kleinere Mengen trinken fördert das Wohlbefinden“, erklärt Brückler und hat einen Extra-Tipp parat: „Wer eine regelmäßige Tätigkeit wie beispielsweise das Hören von Radionachrichten mit dem Griff zum Wasserglas verbindet, vergisst es sicher nicht.“

„Selbstüberschätzung ist die häufigste Ursache für Badeunfälle.“

Wolfgang Brückler, Rot-Kreuz-Kommandant

Wer unter Hitze leidet, sollte darauf achten, dass er seine Wohnung kühl hält: Tagsüber abschatten, nachts die Fenster öffnen. Und: Ein feuchtes Leintuch, nach dem Waschen aufgehängt, bringt nicht nur Kühlung, sondern auch frischen Duft.

Erste Hilfe bei Hitze-Notfällen

„Wenn eine Person Symptome von Hitze-Erkrankungen zeigt, sollte sofort die Rettung oder ein Arzt alarmiert werden“, sagt Wolfgang Brückler, „Kopfschmerzen, Übelkeit, ein hochroter Kopf, Schwindel, Schüttelfrost oder extremes Durstgefühl sind Anzeichen dafür.“ Auch Medikamente können die Auswirkungen von Hitze verstärken. Als Erstmaßnahmen sollte frische Luft zugeführt, der Oberkörper höher gelagert und Wasser zu trinken gegeben werden.

In der sommerlichen Hitze kommt es auch vermehrt zu Problemen mit Insektenstichen. „Sie können im Halsbereich auch Nicht-Allergikern gefährlich werden“, erklärt Wolfgang Schreiber, der Chefarzt des Roten Kreuzes. Die Körperstelle rund um den Stich sollte mit kalten Umschlägen gekühlt werden, das Lutschen von Eis hilft, dass die Atemwege nicht zuschwellen.

Tipps für Baden ohne Probleme

Selbstüberschätzung ist die häufigste Ursache für Badeunfälle. „Vor dem Reinspringen in den erfrischenden See oder Pool muss der Körper auf Betriebstemperatur gebracht werden, sonst kann der Kreislauf kollabieren“, weiß der erfahrene Sanitäter Brückler. Sollte ein Unfall passiert sein, ist möglichst schnell der Notruf 144 zu wählen. Natürlich sollte der Verunfallte sofort aus dem Wasser gezogen, in den Schatten gelegt und bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage gebracht werden. Auf keinen Fall dürfe der Patient alleingelassen werden.

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