Erstellt am 04. April 2017, 04:04

von Nadja Straubinger

Umwelt- und Energiecheck: „Haben Vorbildwirkung“. Umweltgemeinderat Riegler präsentierte Daten vom . Einige Projekte, die Verbesserungen bringen sollen, sind bereits im Laufen.

Symbolbild  |  APA (dpa)

Die Markgemeinde Ober-Grafendorf möchte in Umweltbelangen immer zu den Vorreitern zählen. Das zeigt sich auch im diesjährigen Gemeindeumweltbericht: „Genau in diesem Bereich wollen wir zeigen, wie man Arbeiten kann. Wir haben auch Vorbildwirkung gegenüber Vereinen, Firmen und Privathaushalten“, erläutert Bürgermeister Rainer Handlfinger.

„Umweltpolitik ist wie kaum ein anderes Themenfeld ausschlaggebend dafür, ob wir den nächsten Generationen dieselben oder noch bessere Rahmenbedingungen bieten können als wir sie gegenwärtig vorfinden“Umweltgemeinderat Jürgen Riegler (SP).

Die Ist-Analyse durch den Energie- und Klima-Check der Energie- und Umweltagentur zeigt ein erfreuliches Bild: Die Hälfte der nach Maßnahmen gegliederten Bereiche des Checks werden in Ober-Grafendorf zu 100 Prozent erfüllt. Handlungsbedarf besteht noch in den Bereichen Bewusstseinsbildung, Energie, Mobilität und Bodenschutz sowie Raumplanung.

Dazu sind jedoch bereits verschiedene Projekte in Ausarbeitung. So wird eine neue Gemeindewebseite aufgebaut und ein Mobilitätsbeauftrager installiert. „Derzeit arbeiten wir an einem Konzept, in dem wir uns besonders stark mit Mobilitätsfragen auseinandersetzen. Das wird uns noch in den nächsten Jahren begleiten“, berichtet Handfinger.

„Es ist wesentlich, dass wir möglichst wenig Energie verbrauchen. Wir versuchen, sie effizient zu nutzen.“ Ortschef Rainer Handlfinger

Rund 6,2 Millionen Euro gegeben Ober-Grafendorfer Privathaushalte für Wärme und Mobilität aus. „Etwa 60 Prozent davon gehen direkt als Geldabfluss ins Ausland“, so Riegler. Ein Umdenken in Richtung erneuerbarer Energie stärke die Wertschöpfung in der Region. Nach Ober-Grafendorf werden jährlich 27.500 MWh Wärme in Form von Erdgas und Heizöl importiert und daraus 6.000 Tonne CO emittiert. „Es ist wesentlich, dass wir möglichst wenig Energie verbrauchen. Wir versuchen, sie effizient zu nutzen und sie aus ökologischen Quellen zu beziehen“, fasst Handlfinger zusammen.

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