Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:17

von Nadja Straubinger

Pächter für Sehnsucht. Aus vier Bewerbern wurde neuer Betreiber des Seelokals gefunden. Heurigenambiente soll erhalten werden.

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Ein neuer Pächter für die Pielachtaler Sehnsucht ist gefunden. Aus vier Bewerbern hat sich der Gemeindevorstand den passendsten ausgesucht, diesen schließlich dem Gemeinderat in der Sitzung vorgeschlagen.

„Das Lokal soll im Heurigenambiente geführt werden und gutbürgerliche Küche bieten“, berichtet VP-Bürgermeister Arthur Rasch. Erst soll der Vertrag bis zum Oktober des nächsten Jahres laufen. „Dann wollen wir das Lokal längerfristig vergeben“, so Rasch.

Die Miete für das Lokals beträgt 1.500 Euro, 500 Euro kostet die Wohnung extra. Eine Reduktion ist durch diverse Arbeiten auf dem Areal möglich, damit können insgesamt 250 Euro gespart werden.

Kritik kommt von FPÖ. Gemeinderätin Julia Nussbaumer erklärt: „Die Pielachtaler Sehnsucht verursacht nur Kosten. Das Lokal soll abgestoßen werden.“ Allerdings räumt sie ein, dass das Konzept des neuen Pächters am passendsten sei.

FPÖ mit Resolution gegen das Durchgriffsrecht bei der Flüchtlingsquote

Einen Dringlichkeitsantrag hat Nussbaumer für die FPÖ eingebracht. Sie stemmt sich gegen das Durchgriffsrecht bei der Flüchtlingsquote, weil sie darin eine Verschlechterung der Kompetenzen der Bürgermeister sieht. VP-Vizebürgermeister Wolfgang Grünbichler erklärt: „Das Durchgriffsrecht wird nur dann schlagend, wenn eine Mindestquote an Flüchtlingen nicht erfüllt wird, sonst wird es nicht angewendet.“

SP-Gemeinderat Herbert Holaus fügt hinzu: „Wir haben derzeit rund 2.700 Einwohner, was bedeutet, dass wir maximal 40 Asylwerber aufnehmen müssten. Derzeit haben wir nur acht – vier Erwachsene und vier Kinder.“ Er wüsste nicht, welches Zeichen mit einer Resolution gesetzt werden solle. Der Beschluss fiel mehrheitlich gegen den Widerspruch aus, nur ein Gemeinderat der ÖVP stimmte mit Nussbaumer dafür.