Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:43

von Gila Wohlmann

Pielach ist Vorzeige-Fluss. Gottfried Auer bleibt weiterhin Obmann. Sein erklärtes Ziel: die naturnahe Erhaltung des Voralpenflusses und die Kooperation mit dem Land.

Der Hochwasserschutz für die Pielach benötigt mehr Retentionsraum, wie Ortschef Josef Hösl im Rahmen der Gemeinderatssitzung betonte.  |  NOEN, Walter Luger/ BAWA

Erstmals 1994 zum Obmann vom Pielach-Wasserverband gewählt, wurde Gottfried Auer bei der Mitgliederversammlung für weitere fünf Jahre bestätigt.

„Dieses nachhaltige Vertrauen ist mir Auftrag, weiter ein wachsames Auge auf unsere blaue Lebensader, die Pielach, zu haben und diese so naturnah wie möglich zu belassen“, freut sich Auer über seine einstimmige Wahl.

Die Hauptaufgabe des 1969 gegründeten Pielach-Wasserverbandes ist die Erhaltung der Schutzbauten entlang des Gewässers. Jedoch auch die Sicherung der in weiten Strecken noch vorhandenen natürlichen Flusslandschaft ist ein weiteres Ziel. Mitglieder im Verband sind 19 Gemeinden an der Pielach, ausgehend von Frankenfels bis zur Mündung bei Melk im Gemeindegebiet von Schönbühel-Aggsbach.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei der Versammlung war die Neuwahl des Vorstands (siehe unten). Weiters besprochen wurde die Änderung der Verbandssatzungen. „Aufgrund geänderter Lauflängen der vom Pielach-Wasserverband betreuten Gerinne wurde eine Neuaufteilung des Verbands- und Finanzierungsschlüssels erforderlich“, erläutert dazu Obmann Auer.

Auslöser hiefür war eine Evaluierung der Betreuungsgewässer, der Zubringergerinne am Oberlauf der Pielach sowie in den Verbandsgemeinden Frankenfels, Kirchberg, Rabenstein, Hofstetten-Grünau und Weinburg durch die Gebietsbauleitung NÖ-West der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Pielach als Vorzeigefluss bei Workshop in Brüssel

So werden der Sois-, Tradigist-, Deutsch-, Grüns- und Grubbach und der Weinburger Bach künftig von der Wildbachverbauung betreut. Christian Schießl vom Zivilingenieur-Büro Henninger & Partner GmbH informierte über den aktuellen Stand des vom Pielach-Wasserverband beauftragten „Sonderkatastrophen-Schutzplans Hochwasser-Pielach“ in den projektbeteiligten Gemeinden.

Auch international erhalten die Pielachtaler Hochwasserschutz-Maßnahmen Beachtung, etwa bei einem Workshop über Meteorologie, Hydrologie und Katastrophenschutz in Brüssel, an dem eine Delegation aus Niederösterreich teilnahm. „Dort wurde die Pielach aufgrund ihres einzigartigen Verhaltens bei Hochwasser als Beispiel herangezogen. Das Hochwasser vom 16. Mai 2014 sollte sich als ideales und für alle Beteiligten eindrucksvolles Fallbeispiel erweisen“, ist Obmann Auer stolz.

Dabei fühlt er sich in seiner Entscheidung bestätigt, dass die in enger Zusammenarbeit mit der NÖ Wasserbauabteilung erstellte und vom Pielach-Wasserverband mit dem Land NÖ finanzierte Hochwasserdokumentation „eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei Hochwasserereignissen darstellen wird.“

Der neue Vorstand

19 Mitgliedsgemeinden des Abwasserverbandes Pielachtal: Frankenfels, Loich, Kirchberg, Rabenstein, Hofstetten-Grünau, Weinburg, Ober-Grafendorf, Gerersdorf, Prinzersdorf, Markersdorf-Haindorf, Hafnerbach, Neidling, Haunoldstein, Loosdorf, Hürm, Schollach, Dunkelsteinerwald, Melk, Schönbühel-Aggsbach.

  • Obmann: Gottfried Auer, geschäftsführender Gemeinderat, Rabenstein an der Pielach

  • Stellvertreter: Peter Kreimel, Gemeinderat Prinzersdorf

  • Vorstandsmitglieder: Franz Größbacher, Frankenfels; Thomas Zeilinger, Ober-Grafendorf, Stefan Gratzl, Hafnerbach.

Schlichtungsstelle:

  • Vorsitz: Anton Gonaus, Kirchberg

  • Stellvertreter: Günther Zeilinger, Hürm

  • 1. Ersatzmitglied: Thomas Saupriegl, Loich

  • 2. Ersatzmitglied: Herbert Wandl, Gerersdorf

  • 3. Ersatzmitglied: Franz Biber, Schollach

  • Rechnungsprüferin: Christine Kerschner, Weinburg

  • Rechnungsprüfer: Wilfried Gram, Hofstetten-Grünau

  • Schriftführerin: Evelyn Gruber

  • Rechnungsführerin: Lydia Kaiser

Das Hochwasser-Ereignis vom 16. Mai 2014 sollte sich als ideales und für alle Beteiligten eindrucksvolles Fallbeispiel dafür erweisen“ Gottfried Auer zum Workshopin Brüssel