Erstellt am 04. April 2017, 13:45

von Nadja Straubinger

Federvieh darf wieder in die freie Natur. Vogelgrippe-Fälle gab es keine im Bezirk. „Die Zeit des Einsperrens ist vorbei“, freut sich Anton Hieger.

Wiedergewonnene Freiheit bei den Hühnern nach Aufhebung der Stallpflicht.  |  NOEN, Eduard Riedl

Seit Jänner galt für Geflügel wegen der Vogelgrippe die Stallhaltungspflicht. Seit letzter Woche dürfen Hühner, Enten und Truthahn wieder in die freie Natur hinaus, die Stallhaltungspflicht ist aufgehoben. „Einige Maßnahmen bleiben aber weiterhin aufrecht“, erklärt Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christian Steger. Vor und auch während der Stallpflicht habe es im Bezirk keine Fälle von Geflügelpest gegeben.

Stallpflicht wieder aufgehoben

„Ich freue mich, dass die Zeit des Einsperrens für die Hühner vorbei ist“, sagt Bezirkslandwirtschaftskammer-Obmann Anton Hieger. Groß war die Freude auch am Hühnerhof Leputsch in Weinburg: Dort lebten die Hühner während der Stallpflicht in einem großen Wintergarten. „Als wir die Tür vom Wintergarten aufgemacht haben, haben sie anfangs nur geschnuppert, als wollten sie fragen, ob sie wirklich raus dürfen“, schildert Brigitte Leputsch, den ersten Freigang ihrer Hühner.

Freilandeier gab es aber die ganze Zeit. „Die kritische Frist waren drei Monate, die wäre erst am 10. April abgelaufen“, erklärt Leputsch. Die Tiere dürfen allerdings weiterhin nicht draußen gefüttert und getränkt werden.

Im fahrbaren Hühnerstall waren die Tiere von Gerhard Gatter aus Ober-Grafendorf untergebracht. „Der Stall ist dafür ausgelegt, aber für das Tierwohl ist es jetzt wieder eine Verbesserung“, so Gatterer. Die Tiere seien ruhiger und weniger aggressiv. „Ich hatte für die Hühner ein Vorzelt bestellt, als die Lieferung kam, wurde aber die Stallpflicht aber schon aufgehoben“, schmunzelt Gatterer.