Hofstetten-Grünau , Rabenstein an der Pielach

Erstellt am 17. Mai 2017, 15:00

von Gila Wohlmann

Gemeinsam.sicher: Appell an Hundehalter. Die Gemeinden Rabenstein und Hofstetten-Grünau sowie die Polizei sagen dem Hundekot den „Kampf“ an.

Gottfried Auer, Bernhard Schafrath, Wolfgang Grünbichler, Kurt Wittmann, Günter Graßmann und Martin Weinberger ersuchen Halter, die Exkremente ihre Hunde zu entfernen. Wohlmann  |  NOEN

„In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden“, geben sich Rabensteins Bürgermeister Kurt Wittmann, Hofstetten-Grünaus Vize Wolfgang Grünbichler und Rabensteins Polizeikommandant-Stellvertreter Bernhard Schafrath einhellig. Grund des Unmutes: Hundekot, der in den beiden Gemeinden Straßen und Grünflächen und vor allem den Radweg verschmutzt. Und das, obwohl Ständer mit „Sackerl fürs Gackerl“ und Mülleimer aufgestellt sind. Im Rahmen des Innenministeriums-Bürgerbeteiligungsprojektes „Gemeinsam.Sicher“ haben Exekutive und die beiden Gemeinden dem Hundekot den Kampf angesagt – als „Gemeinsam.Sicher“-Pilotprojekt im gesamten Bezirk St. Pölten-Land.

Polizei und Gemeindevertreter zur gemeinsamen Radtour aufgebrochen, um Hundehalter im freundlichen Gespräch, an ihre Pflicht des Entfernens des Kotes ihrer Vierbeiner zu erinnern und auch darauf hinzuweisen, dass im Falle einer Missachtung Geldstrafen verhängt werden können. „Über den Hundekot klagen nicht nur Bürger, Spaziergänger wie Radfahrer, sondern auch Landwirte, da durch den Hundekot ihre Futterwiesen verunreinigt werden und die Nutztiere, die ja letztlich in unserer Lebensmittelkette landen, erkranken können“, erklärt Schafrath.

Wichtig zu betonen ist, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: „Wir haben nichts gegen Hunde, aber jedes Tier hat einen Besitzer, der sich seiner Verantwortung bewusst sein sollte.“ Umweltgemeinderat Auer bringt es auf den Punkt: „Es geht uns um ein Miteinander im sorgsamen Umgang mit unserem Lebensraum. Ziel ist,  Bewusstseinsbildung zugunsten eines sinnhaften Tuns in gelebter wechselseitiger Rücksichtnahme. Und jeder von uns kann sprichwörtlich ein ,Häufchen‘ dazu beitragen.“