Erstellt am 10. September 2015, 11:50

von Nadja Straubinger

„Flüchtlinge in Not, wir bringens ins Lot“. Asylwerber für Ober-Grafendorf sind fix, die Landjugend richtete „Alte Post“ für den baldigen Einzug her.

Bei der Präsentation des erfolgreichen Projektes: Wolfgang Brückler, Julia Wietter, Pfarrer Emeka Emeakaroha, Christian Kern sowie Rainer Handlfinger mit Julian und Nina.  |  NOEN, Tina Eder
42 Stunden hatte die Landjugend Ober-Grafendorf/ St. Margarethen Zeit, ihr Projekt in die Tat umzusetzen: Vorgabe war es die „Alte Post“ vor dem Einzug der Flüchtlinge herzurichten. 20 Jugendliche rund um die Landjugendleiter Julia Wietter und Christian Kern verlegten Böden, verspachtelten Wände, malten aus und holten Spenden ab.

Quartier für 15 Flüchtlinge

Ihrem Projekt gaben sie den klingenden Namen „Flüchtlinge in Not, wir bringens wieder ins Lot“. „Das Projekt der Landjugend ist ein ganz wertvoller Beitrag zum aktuellen Thema. Die jungen Damen und Herren zeigten durch ihre Tätigkeiten im ehemaligen Postgebäude hohes soziales Engagement“, lobt der Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Wolfgang Brückler.

„Wir haben unglaublich positive Rückmeldung
bekommen. Nach meinem Posting gingen
140 Anrufe ein.“
Rainer Handlfinger, Bürgermeister

15 Flüchtlinge sollen noch im September Quartier in Ober-Grafendorf beziehen (die NÖN berichtete). Anfang der letzten Woche ging Bürgermeister Rainer Handlfinger die Suche nach Unterstützung offensiv mit einem Facebook-Posting an, ohne das Ausmaß der Welle der Nächstenliebe zu erahnen.

„Wir haben unglaublich positive Rückmeldung bekommen. Nach meinem Posting gingen schon 140 Anrufe bei Wolfgang Brückler ein“, so Handlfinger. Die Hilfsbereitsschaft der Menschen sei überwältigend.
Menschlichkeit kann zwar Vieles nicht verhindert, sie kann jedoch lindern“, sagt Brückler.

Handlfinger zeigte sein Gesicht auf Facebook

Das Rote Kreuz koordiniert die Spendenlogistik und wird in weiterer Folge die Betreuung der Menschen übernehmen. „In bin in diesen Tagen sehr stolz darauf Österreicher und Rotkreuzler zu sein. Die Kraft der

Nach dem Aufruf an die Bürgermeister von Bundespräsident Heinz Fischer bei der #showyourfacechallenge mitzumachen, postete Handlfinger kurz darauf ein Video von den Arbeiten der Landjugend. „Das hat genau zu unserem Projekt gepasst. Besser geht’s nicht.“