Rabenstein an der Pielach

Erstellt am 29. Juni 2016, 18:24

Küchenbrand: „Wie eine Explosion!“. Versuch, Öl mit Wasser zu löschen, endete mit Feuer. Mutter und Tochter mit Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.

NÖN, FF Rabenstein

„Das ist wirklich gefährlich, wenn man so etwas macht!“. Da sind sich der Rabensteiner FF-Kommandant Georg Haslinger und der Tradigister FF-Chef Andreas Veitinger einig.

Einsatz für ihre FF-Truppen sowie für die Freiwillige Feuerwehr Weinburg am Mittwoch kurz nach 13 Uhr gegenüber des Rabensteiner FF-Hauses! Die Küche eines Wohnhauses stand in Flammen. Doch was war geschehen? Ein Geschirr mit heißem Fett auf einem Herd hatte sich entzündet. Die 44-jährige Bewohnerin wollte den Brand löschen, machte jedoch einen entscheidenden Fehler. Sie schüttete Wasser in das heiße Fett. „Das ist wie eine Explosion“, erklärt Veitinger und auch Haslinger bestätigt dies.

„Heißes Fett von der Herdplatte entfernen!“

Nachdem der Löschversuch scheiterte, suchten die Frau und ihre 14-jährige Tochter sowie ein weiteres anwesendes 15-jähriges Mädchen das Freie auf. Die Feuerwehr wurde verständigt. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Brandherd bereits durch den Ersthelfer Erwin Niedl abgelöscht. Das Lüften der Küche und des Hauses wurde unter Atemschutz und mit Lüfter durchgeführt. Teile der Kücheneinrichtung und die Dunstabzugshaube wurden abmontiert.  

Die Mutter und ihre Tochter wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Roten Kreuz Hofstetten-Grünau ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht. Das andere Mädchen kam nicht zu Schaden. Die Florianis brachten den Brand rasch unter Kontrolle, auch eine Wärmebildkamera kam im Anschluss zum Einsatz. An der Kücheneinrichtung entstand Sachschaden.

Wie man sich in so einem Fall richtig verhält, erklärt Haslinger: „Die Pfanne oder den Topf von der Herdplatte wegziehen, den Herd sofort abschalten, auf die Pfanne einen Topfdeckel geben und im Bedarfsfall die Feuerwehr rufen. Keinesfalls mit Wasser löschen und auch nicht einfach die Pfanne aus dem Fenster werfen!“