Erstellt am 22. September 2015, 06:57

von Gila Wohlmann

Zillenfahren: Lampl ist Bundessiegerin. / Die Rabensteiner Löschmeisterin ist Österreichs beste Dame im Zillenfahren. Seit 14 Jahren ist sie flott auf heimischen Gewässern unterwegs. Ein Sport, der Leben retten kann.

Zillenfahren ist ihr Metier: Kerstin Lampl.  |  NOEN, FF Rabenstein

„Ich bin als Favoritin ins Rennen gegangen und konnte dies erfreulicherweise auch bestätigen“, sagt Kerstin Lampl.
Die 32-jährige Löschmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Rabenstein konnte bei den Bundeswasserdienst-Leistungsbewerben, die zum ersten Mal auf der Donau in Tulln ausgetragen wurden, den Bundesmeister-Titel erreichen. Angetreten ist sie gegen sieben weitere Zillenfahrerinnen in der Kategorie Damen, Zillen Einer. Lampl.

„Die Verhältnisse für die Austragung von Wasserdienstleistungsbewerben waren perfekt. Das Wetter war großartig und das Wasser war ganz ruhig.“ Zu bewältigen galt es, einen rund 500 Meter langen Parcours. „Flussaufwärts wurde die Zille ,bergwärts geschoben‘, wie es im Fachjargon heißt und flussabwärts gerudert“, schildert sie. Auf der Strecke mussten mehrere Tore umfahren werden. Kerstin Lampl schaffte die gesamte Strecke fehlerfrei in 6,58 Minuten.

Training ein mal die Woche 

Dicht hinter ihr folgte Stefanie Rotheneder von der Freiwilligen Feuerwehr Wiesenfeld mit 7,35 Minuten. Dritte wurde Karin Freistetter aus Oberösterreich. Momentan hat Lampl die höchste Kategorie im Zillenfahren für Damen erreicht, da es „leider keine internationalen Bewerbe gibt“, wie sie bedauert. Für heuer ist daher für sie Schluss mit dem bewerbsmäßigen Zillenfahren. Erst 2016 geht es wieder mit den Bezirksbewerben weiter.

Lampl trainiert ein mal die Woche – entweder auf der Donau oder der Erlauf. Dem Zillenfahren ist sie seit mittlerweile 14 Jahren verfallen. Begonnen hat sie bei der Freiwilligen Feuerwehr Lehenrotte; durch einen Umzug wechselte sie im Jahr 2010 zur FF Rabenstein. Lampl, Sachbearbeiterin im Innendienst, begründet ihre Leidenschaft für das Zillenfahren „in der guten Kameradschaft unter den Zillenfahrern und der Sportausübung am Wasser in freier Natur.“

Bürgermeister Kurt Wittmann gratuliert: „Das ist eine echt tolle Leistung. Jede Feuerwehrausbildung ist wichtig und kann Leben retten. Ich hoffe, dass man das Zillenfahren nicht im Ernstfall bei Hochwasser, sondern nur im Bewerb, braucht.“