Erstellt am 17. November 2015, 04:28

von Lisa-Maria Seidl

Scheibtruhen-Projekt als gezielte Hilfsaktion. Pfarrer Emeka Emeakaroha berichtete in der Pfarrkirche über den Stand der Hilfsprojekte in seiner Heimat Nigeria.

Auch viele der österreichischen Pateneltern, die ein Kind in Nigeria unterstützen, schenkten der Familie »ihres« Kindes eine Scheibtruhe. So konnte Pfarrer Emeka 200 Scheibtruhen überbringen. Foto: privat  |  NOEN, privat

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche in Weinburg berichtete Pfarrer Emeka Emeakaroha kürzlich über die Projektreise in seine Heimat Nigeria im August. Als besondere Unterstützung startete er heuer eine Scheibtruhen-Aktion für bedürftige Familien.

Kantine und Wäscherei wurden gebaut

Warum gerade Scheibtruhen? „Dieses einfache Arbeitsgerät verwenden die Menschen nicht nur beim Wasser- und Brennholz holen, sondern auch bei der Ernte von Yams oder Palmfrüchten und beim Einkauf am Markt. Die Scheibtruhen sind eine große Erleichterung, da diese Dinge vorher am Kopf getragen wurden“, erklärt Pfarrer Emeka.

Zusätzlich konnten für das vor vier Jahren mit Spendengeldern errichtete Madonna Austrian Hospital eine Kantine und eine Wäscherei gebaut werden. Langfristig soll die Stromversorgung auf Photovoltaik und Solarbetrieb umgestellt werden.

„Dieses Hospital ist auch das Zentrum für das Brillenprojekt, das wir im Februar durchführen wollen“, erzählt Emeka. Dabei reisen 21 Freiwillige – Optiker, Augenärzte und Krankenschwestern – mit ihm nach Nigeria, um in Österreich gesammelte Brillen anzupassen und vor Ort Augenoperationen durchzuführen.

Im Februar beginnt Bau der Schule

Emeka konnte auch berichten, dass seiner Stiftung nun ein Grundstück für den Bau einer Schule zur Verfügung steht. Damit möchte er die Bildungssituation in seiner Heimat verbessern. „Das war ein großes Anliegen im Dorf, damit auch arme Kinder Zugang zur Schule bekommen und die Förderung erhalten, die sie benötigen“, so Emeka. Der Baubeginn sei im Februar 2016 geplant.

„Die Bereitsschaft zu helfen ist in Österreich sehr groß“, meint Pfarrer Emeka, „immer wieder gibt es Freiwillige, die die Projekte durch eine Kinderpatenschaft, Mithilfe bei der Brillensammlung oder direkt vor Ort unterstützen“.

Eine Kinderpatenschaft kostet 100 Euro pro Jahr.