Erstellt am 26. April 2016, 06:04

von Nadja Straubinger und Jutta Streimelweger

Schwarzenbacher setzen auf Hofer. Fast jeder Zweite in der kleinsten Gemeinde im Pielachtal wählte den FP-Kandidaten.

 |  NOEN, APA

"Es herrscht eine große Unzufriedenheit in der Bevölkerung, das merkt man schon, wenn man ins Wirtshaus geht" erklärt sich Kirchbergs

Bürgermeister Anton Gonaus (VP) das schlechte Abschneiden der Vertreter der Regierungsparteien bei der Bundespräsidentenwahl. 35,3 Prozent der Wähler stimmten hier für den FP-Kandidaten Norbert Hofer.

Noch deutlicher fiel das Ergebnis in Schwarzenbach aus: Mit 46,6 Prozent stimmte fast jeder zweite Wähler für Hofer. „Das hätte ich nicht gedacht“, sagt Bürgermeister Ernst Kulovits (VP).

Zugleich schnitt Alexander Van der Bellen im ganzen Bezirk nirgendwo schlechter ab: Nur 4,1 Prozent gab es für ihn. Besser lief es für den ehemaligen Grünen-Chef in Ober-Grafendorf, wo 18,1 Prozent für ihn stimmten.
 


„Ich habe es als Fehler empfunden, dass die SP einen eigenen Kandidaten aufgestellt hat“, so Bürgermeister Rainer Handlfinger (SP), er hätte sonst Van der Bellen unterstützt.

„Wahltag ist Zahltag“, sagt Weinburgs Bürgermeister Peter Kalteis. Er ist überzeugt, dass die Leute die Möglichkeit genutzt haben, der Regierung zu zeigen, was sie sich denken.