St. Margarethen an der Sierning

Erstellt am 18. August 2016, 14:26

von Mario Kern

Ewald Reiter als Fürst in „Wiener Blut“. Gelernter Techniker beeindruckt als Autor, Musiker und seit zwölf Jahren auch als Interpret im Musiktheater.

Stimmgewaltiger Hahn im Korb: Ewald Reiter mit Tayanne Zantpnado, Katerina Svyryd, Loanne Miyasada, Seygun Jeong, Tâmara Alves und Linda Linder vom Euroballett St. Pölten im Schloss Lamberg.  |  NOEN, Wolfgang Mayer

Im Brotberuf kümmert sich Ewald Reiter um die sicherheitstechnischen Wünsche seiner Kunden – seine ausgeprägte kreative und künstlerische Ader hat der gebürtige Ober-Grafendorfer und nunmehrige St. Margarethner bereits vielfach als Musiker, Kabarettist, Autor gezeigt.

Seit zwölf Jahren gesellt sich seinem vielfältigen kulturellen Schaffen ein weiteres Kapitel hinzu: Ewald Reiter hat ein Faible für Musiktheater, das er zum ersten Mal 2004 im Musical „Der Mann von La Mancha“ im Rahmen des Musikfestivals Steyr auch auf der Bühne präsentierte. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bei Opernsänger Klaus Ofczarek Stimmbildung genossen. Er hat mich gefragt, ob ich beim ‚Mann von La Mancha‘ für ihn einspringe.“ Das Angebot konnte Reiter nicht ausschlagen und ist seitdem auch im Vorstand des Musikfestivals.

Von Ende Juli bis Mitte August hat Ewald Reiter kürzlich bei der Operette „Wiener Blut“ mitgewirkt. In neun Vorstellungen im Graben von Schloss Lamberg hat Reiter den Fürst Bitowski und den Kutscher gegeben. „Es war lustig, wir haben sehr positive Kritiken bekommen.“ Reiter, immer auf der Suche nach künstlerischer Herausforderung, hatte im Vorjahr den Professor Hinzelmann im „Weißen Rössl“, 2014 Frosch in der „Fledermaus“, 2012 den Doolittel in „My Fair Lady“ gegeben.

„So etwas ist für mich schön, ein toller Ausgleich und eine regelrechte Erfüllung“, freut sich Reiter.