St. Margarethen an der Sierning

Erstellt am 02. Dezember 2016, 09:26

von Andreas Reichebner

Rasanter Neuaufbau nach Hochwasser im Juli. Im Sommer war die Kfz-Werkstätte von Jürgen Dutter im Wasser versunken, jetzt feierte man nach einem zügigen Wiederaufbau eine fulminante Eröffnungsparty.

Jürgen Dutter (2. von rechts) war beim Eröffnungsfest überglücklich, vor allem über die selbstlose Hilfe seiner Freunde, Bekannten und der beteiligten Firmen, die so einen schnellen Wiederaufbau erst ermöglichten.  |  NOEN, privat

Ende Juli dieses Jahres stand Jürgen Dutter verzweifelt vor seiner in den Wassermassen untergegangenen Auto-Werkstatt in Rammersdorf. Von seinen Rennautos über den modernen Leistungsprüfstand bis hin zu den Computermonitoren, alles war überflutet. Nicht ganz vier Monate später, wurde Dutter-Racing offiziell wieder eröffnet.

„Es ist unglaublich, was in dieser Zeit passiert ist“, erzählt Jürgen Dutter überschwänglich, „gleich zu Beginn der Aufräumungsarbeiten waren 50 Leute gekommen, die mithalfen. Dann haben zwei Wochen lang jeden Tag mindestens 25 Menschen aus der Ortschaft, Bekannte, Verwandte und Freunde, aber auch welche, die ich gar nicht gekannt habe, mit angepackt. Meine Baufirmen haben mich noch einmal toll unterstützt.“ Mit einem großen Fest, zu dem 250 Menschen gekommen waren und bei dem sich Firmenchef Dutter bei den vielen Helfern bedankte, wurde neu gestartet.

„Nun sind wir wieder up to date“, so Dutter, der sich an die ersten Arbeiten nach der Überflutung erinnert. „Unser Rennauto mussten wir sofort trocken legen. Drei Mechaniker haben den Audi 90 Turbo gleich komplett zerlegt, bis hin zu den Kolben. Zehn Tage später konnten wir schon wieder fahren.“

Bei der Werkstätte selbst hat es etwas länger gedauert, aber trotzdem war man äußerst schnell unterwegs. Wie es sich für ein Racing-Team so gehört. „Jetzt haben wir wieder einiges geschafft, man glaubt gar nicht, was ein Körper so alles aushält. Aber nun bin ich froh, dass wieder Normalität eintritt und ich nicht an 50 Sachen gleichzeitig denken muss.“