Erstellt am 28. Dezember 2015, 19:19

von Nadja Straubinger und APA Red

Tod im Pflegeheim: Mann (88) jetzt verhaftet!. 90-Jährige starb am Heiligen Abend mit mehreren Kopfverletzungen. Der 88-Jährige steht unter dringendem Tatverdacht.

Nach dem mysteriösen Tod einer 93-jährigen Bewohnerin des Pflegeheimes in Pottenbrunn, bleibt der festgenommene 88-jährige Tatverdächtige vorerst weiter in Haft. Das seit kurzem vorliegende vorläufige Ergebnis der Obduktion erhärtet nämlich den Verdacht, dass die Pensionistin gewaltsam zu Tode gekommen ist.

„Das Opfer ist an einer Schädelfraktur und Hirnblutung verstorben. Die Verletzungen sind auf einen Sturz zurückzuführen“, erklärt Sprecher der Staatsanwaltschaft Karl Wurzer auf NÖN-Anfrage.

Wie es zu den Sturz gekommen ist, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. „Der Verdächtige bleibt weiterhin in Anhaltung, zumindest bis zur nächsten Haftprüfung“, informiert Wurzer.

NÖN.at hatte bereits am Christ- und Stephanitag berichtet:

Mysteriöser Tod in St. Pöltner Pflegeheim

90-Jährige starb am Heiligen Abend mit mehreren Kopfverletzungen.

Während vielerorts im Kreise der Familie Weihnachten gefeiert wurde, starb in einem Pflegeheim in St. Pölten eine 90-Jährige. Die Umstände ihres Todes sind derzeit ungeklärt.

Da die Pensionistin mehrere Kopfverletzungen aufwies, kann derzeit Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden.

„Es wurde eine Obduktion angeordnet“, bestätigt Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler auf NÖN-Anfrage die im Internet aufgetauchte Meldung vom mysteriösen Tod der 90-Jährigen. Konkrete Ergebnisse werden bereits für Montag erwartet.

Tatverdacht gegen Heimbewohner

Der Fall sei deshalb mysteriös, weil es einen Verdächtigen gebe, "der in Zusammenhang mit den Kopfverletzungen (der Frau) stehen könnte", sagte Wurzer am Stephanitag.

Dabei handle es sich ebenfalls um einen Heimbewohner. Für den betagten Mann wurde am Christtag die vorläufige Anhaltung ausgesprochen, was U-Haft bedeute, erläuterte Wurzer. Der Verdächtige wurde in die forensische Abteilung des Landesklinikums Mauer überstellt.

Ermittelt wird dem Sprecher zufolge wegen des Verdachts der schweren bzw. vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge. Über den Geisteszustand des Verdächtigen werde zudem ein Sachverständigen-Gutachten einzuholen sein.

Die Obduktion soll laut Wurzer am Montag durchgeführt werden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauerten am Wochenende mit Einvernahmen an. Konkrete Ergebnisse werden bereits für Montag erwartet.