Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:13

von Nadja Straubinger

Tourismusverband jubelt über Plus. 17 Prozent mehr Nächtigungen sorgten bei Hauptversammlung für zufriedene Gesichter. Hackner wieder gewählt.

Bei der Sitzung des Tourismusverbandes: Priska Planer, Verena Bernert, Gerhard Hackner, Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt, Luise Doppler, Elfriede König, Bruno Tuder (sitzend, von links), Alois Kaiser, Josef Keil, Gottfried Auer, Leo Springer, Wolfgang Grünbichler, Kurt Wittmann, Rainer Handlfinger, Thomas Wagner, NÖVOG-Dienststellenleiter Anton Hackner, Herbert Gödel, Andreas Ganaus und Franz Größbacher.  |  NOEN

Das ist ein Erfolg für die Marke Pielachtal, das Dirndltal, die von allen Beteiligten in der Region mitgetragen wird“, freut sich Tourismusobmann Gerhard Hackner. 21 Prozent mehr Ankünfte und 17 Prozent mehr Nächtigungen verzeichnete die Tourismusregion Pielachtal mit den Verbandsgemeinden Ober-Grafendorf, Weinburg, Hofstetten-Grünau, Rabenstein, Kirchberg, Loich, Schwarzenbach an der Pielach, Frankenfels und Puchenstubenvon Anfang Jänner bis Ende September.

Den größten Zuwachs bei Ankünften und Übernachtungen erzielte Schwarzenbach. Bürgermeister Ernst Kulovits erklärt: „Wir haben seit dem Frühjahr drei Privatanbieter, die haben dieses Plus zustande gebracht.“ Den Gästen gefalle es, dass es so ruhig in Schwarzenbach sei und, was Kulovits besonders freut, dass die Leute so freundlich seien. „Das ist wirklich eine tolle Geschichte, ich habe es nicht für möglich gehalten“, so Kulvotis.

Starke Zuwächse

Starke Zuwächse verzeichneten auch Frankenfels und Puchenstuben. „Das ist sehr positiv, wir waren sehr überrascht“, berichtet Bürgermeister Franz Größbacher. Im Vorjahr habe es eine Fremdenzimmerinitiative gegeben, um die Qualität zu steigern. Das Angebot haben sechs Betriebe angenommen. „Durch die Landesausstellung sind viele Leute in unser Gebiet gekommen. Nächstes Jahr verbringen diese hoffentlich den Urlaub bei uns.“ Viele der Übernachtungen seien dem Steinschaler Dörfl zu verdanken gewesen.

Ein Pielachtaler Big-Player ist auch der Steinschaler Hof in Rabenstein. „Wir hatten in diesem Jahr sehr viele Seminare“, erklärt Hotelier Johann Weiß. Auch Bürgermeister Kurt Wittmann ist begeistert über den Erfolg und überzeugt davon, dass die jahrelangen Anstrengungen im Tal jetzt Früchte tragen.

Hofstetten-Grünau und Kirchberg verzeichneten Zuwächse bei den Ankünften im einstelligen Prozentbereich, ein stärkeres Plus bei den Übernachtungen. Kirchbergs Bürgermeister Anton Gonaus sieht dafür mehrere Gründe, aber natürlich sei die Landesausstellung ein wesentlicher Faktor dafür. Zudem gebe es einige Baustellen – die dort tätigen Arbeitskräfte übernachten auch in Kirchberg. Auch Hofstetten-Grünaus Vize Wolfgang Grünbichler ist zufrieden: „Wir haben in Kammerhof wieder einen guten Wirt, der auch vermietet.“ In den nächsten Jahren solle der Tourismus ausgebaut werden.

Ein leichtes Plus bei den Nächtigungen, aber ein Minus bei den Ankünften verzeichnete Loich. „Die Leute, die herkommen, fühlen sich sehr wohl.“

Die einzige Gemeinde mit negativer Bilanz sowohl bei den Ankünften als auch bei den Nächtigungen ist Ober-Grafendorf. Bürgermeister Rainer Handlfinger kann sich das Minus nicht erklären: „Ich glaube, dass hier ein statistisches Problem besteht.“

Gerhard Hackner startet in sechste Amtsperiode

Obmann Gerhard Hackner, der bei der Sitzung in seine sechste Amtsperiode gewählt wurde, sieht die Zusammenarbeit als wesentlichen Erfolgsfaktor: „Vorbildlich ist die überregionale Zusammenarbeit der Gemeinden im Tourismusverband Pielachtal und die gemeinsame Finanzierung wichtiger Projekte.“ Genauso wichtig sei die gute Kooperation mit Mostviertel Tourismus. Die Landesausstellung und der Rekordsommer hätten zum guten Ergebnis beigetragen.

„Der starke Ausflugsverkehr und die gute Zwischenbilanz bei den Nächtigungen im Pielachtal sind Ausdruck der guten Entwicklung im Dirndltal. Wir müssen aber auf dem Boden der Realität bleiben. Es wird nicht leicht sein, das zu halten oder noch etwas drauf zu setzen“, so Hackner. In den letzten beiden Jahren seien viele Projekte umgesetzt worden. Für das nächste Jahr steht die Erstellung eines neuen Pielachtal-Marketingprojektes zur Umsetzung weiterer Aktivitäten in der Region auf dem Programm.