Erstellt am 01. Oktober 2015, 11:55

von Daniel Lohninger

Voith plant neuen Gewerbecampus. Nach Paper-Schließung will Voith etwa 30.000 m2 an leerstehenden Hallen und 18.000 m2 an Büroflächen vermieten

 |  NOEN, Magistrat St. Pölten
Mit der Schließung von Voith Paper mit Ende März werden riesige Flächen auf dem Voith-Areal frei. Die sollen jetzt vermietet werden. Unter dem Namen InnoWerk St. Pölten starten Voith und die stadteigene Ecopoint-Gesellschaft eine Vermarktungsoffensive, durch die Interessenten für die leerstehende etwa 30.000 Quadratmeter an Hallenflächen sowie 18.000 Quadratmeter an Büroflächen.

Standort bietet viele Synergie-Möglichkeiten

Warum sich jemand auf dem Voith-Areal ansiedeln sollte, erklärt Voith-Paper-Geschäftsführerin Bettina Propst so: „Der Mieter kann viele Synergien nutzen, die er an anderen Standorten nicht hat.“ So könnten die Lehrwerkstätte, die IT, das Arbeitsmedizinische Zentrum, das firmeneigene Restaurant sowie die Parkplätze auch von Mietern genutzt werden. Möglich sei auch, den Standort auch hinsichtlich des Außenauftritts weiterzuentwickeln – und beispielsweise einen offenen Campus aus dem Areal zu machen. Voith werde dafür auch Geld investieren.

"Nur zu jammern, macht nichts besser"

Interessenten für das InnoWerk gebe es jedenfalls bereits, versichert Voith-Hydro-Geschäftsführer Leopold Heninger. „Die Schließung von Voith-Paper ist für St. Pölten ein schwerer Schlag. Aber nur zu jammern, macht nichts besser. Deshalb ist es wichtiger, dass Voith und Stadt gemeinsam die Zukunft dieses traditionsreichen Industriestandortes weiterentwicklen“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) die Beweggründe für die Kooperation. Erster gemeinsamer Auftritt ist von 5. bis 7. Oktober bei der ExpoReal  - einer der größten Immobilienmessen Europas – in München.

Bei Voith-Paper gehen in der Produktion übrigens spätestens Ende März die Lichter für immer aus. Etwa 50 Paper-Mitarbeiter werden in St. Pölten aber weiter für eine Servicegesellschaft tätig sein, nominell zählen sie dann aber zum Standort Laakirchen.

Mehr über die Hintergründe lesen Sie in der Printausgabe der St. Pöltner NÖN am Dienstag.