Erstellt am 23. September 2015, 12:09

Vom Bahnhof zum Heimatforschungsmuseum. Am 21. September wurde in Hofstetten-Grünau die Eröffnung des frisch renovierten, ehemaligen Bahnhofs gefeiert.

Verkehrslandesrat Karl Wilfing und NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl mit Dirndlprinzessin Jacqueline Kendler bei der Besichtigung der neuen Ausstellungsräume der Heimatforschung im ehemaligen Bahnhofsgebäude.  |  NOEN, Walter Luger

„Die Gemeinde hat der NÖVOG das betrieblich nicht mehr benötigte Gebäude inklusive Nebenflächen mit einer Gesamtfläche von 5.560 m² abgekauft. Nun finden hier die Ausstellungsräume und das Archiv der örtlichen Heimatforschung Platz. Die Fahrgäste der Mariazellerbahn erwartet ein neuer barrierefreier Warteraum“, so Verkehrslandesrat Karl Wilfing bei der Eröffnungsfeier.

Sinnvolle Nachnutzung 

NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl: „Immobilien, die von der NÖVOG nicht mehr für den Bahnbetrieb gebraucht werden, sollen einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden. Es ist schön, dass in Hofstetten-Grünau die Gemeinde selbst ein interessantes Projekt gestartet hat. Im Mai 2014 wurde der Kaufvertrag unterschrieben. In den vergangenen Monaten wurde hier fleißig gearbeitet, jetzt erstrahlt das Gebäude in neuem Glanz.“

Insgesamt haben die Ausstellungsräume eine Fläche von etwa 78 m². Aufgeteilt auf drei Räume finden die Besucherinnen und Besucher hier interessante Exponate aus der Geschichte des Pielachtals und der Mariazellerbahn. Auch das Archiv der Heimatforschung ist hier untergebracht. Es umfasst rund 4000 Fotos aus dem Gemeindegebiet und eine große Vielfalt an alten Druckwerken. Einer der drei Räume ist für Wechselausstellungen vorgesehen. Den Beginn macht eine Schau mit ganz besonderen Ansichten der Mariazellerbahn aus alten Zeiten.

Bahnhof ist Teil der Geschichte der Gemeinde

„Der Bahnhof ist ein Teil der Geschichte von Hofstetten-Grünau. Aus diesem Grund war es der Gemeinde wichtig, selbst die Verantwortung für das Gebäude zu übernehmen und es stilgetreu zu renovieren. Mit der Heimatforschung haben wir einen tollen Partner und eine sinnvolle Nachnutzug gefunden. Natürlich liegen uns auch die Fahrgäste der Mariazellerbahn am Herzen. Deshalb haben wir einen barrierefreien Warteraum und neue sanitäre Anlagen errichtet“, erklärt Bürgermeister Arthur Rasch.
 


Das NÖVOG Verwertungskonzept

Ende 2010 hat die NÖVOG von den ÖBB gemeinsam mit den Bahnstrecken auch 220 Immobilien mit einer Gesamtgrundfläche von 9,5 Mio. m² übernommen. Nicht für den Betrieb notwendige Liegenschaften werden in Abstimmung mit den Gemeinden zum Verkauf angeboten und so regional sinnvoll genutzt. Interessenten werden unter anderem per Aushang in der Gemeinde informiert.