Rabenstein an der Pielach , Ober-Grafendorf

Erstellt am 09. August 2016, 04:28

von Gila Wohlmann

Kampf dem Radklau. 121 Fahrräder wurden heuer bis dato im Bezirk St. Pölten gestohlen. Kriminalprävention rät zur mehrfachen Sicherung.

Kriminalreferent Karl Gross empfiehlt, einen Fahrradpass anzulegen und sein Zweirad zu fotografieren. Dann ist die Identifizierung bei einer Sicherstellung nach einem Diebstahl leichter.  |  noen, Wohlmann

16 Fahrräder verschwanden dieses Jahr alleine in Ober-Grafendorf, zwei weitere vor einigen Tagen in Rabenstein (die NÖN berichtete). In allen Fällen wurden diese aus Kellerabteilen in Mehrparteienhausanlagen entwendet.

„Vor dem Fahrraddiebstahl ist keiner gefeit, doch durch ein paar einfache Maßnahmen kann vieles verhindert und den Dieben die Tatbegehung erschwert werden.“ Davon ist Karl Gross, Kriminalreferent und Präventionsbeamter für den Bezirk St. Pölten-Land überzeugt. 121 Fahrräder wurden heuer bis dato gestohlen, 43 davon waren unversperrt. Im Vorjahr gab es im Bezirk St. Pölten-Land 145 Fahrraddiebstähle, davon waren 56 nicht versperrt.

 Hochpreisige Räder im Visier

 Der Kriminalist weiß: „In erster Linie werden hochpreisige Fahrräder gestohlen. Hierbei handelt es sich zumeist um organisierte Tätergruppen aus dem Ausland.“ Bei den Fahrraddiebstählen in Ober-Grafendorf in diesem Jahr konnte im Februar aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung schließlich ein verdächtiges Fahrzeug in Ober-Grafendorf überprüft werden.

„In diesem befand sich Diebesgut und so klärten sich schließlich die beiden Kellereinbruchsserien – in diesem Fall waren es slowakische Täter – auf“, so Gross. Kellerabteile sollten nicht nur versperrt, sondern auch mit Sichtschutz versehen sein, um nicht Täter zum Coup zu animieren. Räder sollten nicht nur selbst versperrt, sondern auch noch an einer Wand gesichert sein.

Ganz hochpreisige Fahrrädern lohne es, in die Wohnung mitzunehmen oder diese im Zuge des Kaufes zu versichern. Manchmal werden auch billigere Räder nach Festen „zum Heimfahren“ entfremdet. „Diese tauchen aber wieder auf“, sagt Groß.

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