Erstellt am 03. Mai 2016, 07:07

von Mario Kern

"Wie ein hungriger Wolf". Der preisgekrönte Musiker Willi Resetarits tritt mit seiner Band Stubnblues in der Pielachtalhalle auf. Seine Tournee "Auslese" ist die erste nach 18 Monaten Pause.

Hungrig auf sein Konzert in Ober-Grafendorf: Willi Resetarits.  |  NOEN, www.guenterstandl.de

Willi Resetarits bringt am Freitag, 6. Mai, ab 20 Uhr mit der Band Stubnblues in der Pielachtalhalle seine „Auslese“ zu Gehör. Im NÖN-Interview sprach er über das neue Programm und seine Liebe zur Musik.

NÖN: Mit Stubnblues gehen Sie erstmals seit 18 Monaten wieder auf Konzert-Tournee. Worauf freuen Sie sich besonders?
Willi Resetarits: Während dieser langen, durch einen Hörsturz bedingten Zwangspause hat mich die Hoffnung beseelt, wie ein hungriger Wolf auf meine Zuhörer zuzuströmen. Hungrig, aber etwas alt. Aber das Musizieren verlernt man nicht und ich freue mich auf diese Tournee. In Ober-Grafendorf war ich übrigens schon einmal, daran kann ich mich gut erinnern.

Was gibt es bei ihrem Programm „Auslese“ zu hören?
Lieder, die im Herbst auch auf einer Live-Platte erscheinen werden. Diese Blues-Stücke haben wir schon vor der Pause ausprobiert. Einige der Schmankerl sind Vertonungen von Texten von H. C. Artmann, den ich mein Idol nenne.

Was ist das Besondere am Blues?
Er ist so weit und offen und trägt eine Wehmut in sich, die nichts Depressives an sich haben muss. Oft entsteht aus dieser leisen Wehmut um die eigene Endlichkeit Optimismus und ein tiefer, wertschätzender Blick für das Leben.

Welche Verantwortung haben Ihrer Meinung heutige Musiker?
Künstler haben immer eine große Verantwortung gehabt. Sich selbst gegenüber, aber auch bei der Vermittlung ihrer Kunst an das Publikum. Die Aufklärung durch Künstler ist wichtig. Vor allem wenn es eng wird auf politischer Ebene, weil sich leider Populistisches durchsetzt. Ich vertraue darauf, dass Österreichs Musiker ihre Rolle richtig auslegen.