Erstellt am 26. Januar 2016, 05:33

von Nadja Straubinger

Willi Krapfl tanzt in höchster Klasse. Der Rabensteiner Wilhelm Krapfl (45) tritt jetzt als einziger Österreicher auf diesem Tanzniveau an.

So sehen Sieger aus: Willi Krapfl hat den Weltmeistertitel im Linedance in der Kategorie Novice geholt. Gleiß  |  NOEN

2010 hat der Rabensteiner Wilhelm Krapfl mit dem Line Dance begonnen. Mittlerweile hat er sich damit an die Spitze getanzt. Ende 2015 holte er in Kalkar (Deutschland) seinen bisher fünften Weltmeistertitel. Der 45-Jährige setzte sich wiederholt gegen die Konkurrenz durch und siegt bisher in den Kategorien Newcomer, Novice, Intermediate und Advanced. Jetzt wartet die Star Division – die höchste Klasse im Line Dance.

„Als ich 2010 begonnen habe, hat noch keiner geglaubt, dass ich es bis dahin schaffe“, so Krapfl. Aber er hat gekämpft und es so immer wieder an die Spitze der der einzelnen Tanzklassen geschafft. In der nächsten Saison wird er zwar wieder dabei sein, aber er schätzt sie schon jetzt schwierig ein. „Ich habe gerade mit der Polizeischule in Ybbs begonnen, da wird es eng mit dem Training“, erklärt Krapfl. Im Normalfall trainiert er vor der WM ein bis zwei Stunden am Tag. Das sei neben der Vollzeitausbildung nicht möglich.

„Wenn man die Technik perfekt intus hat, dann kann man sich beim Bewerb besser auf die Ausstrahlung konzentrieren.“ Wilhelm Krapfl

Krapfl will aber am Zeitmanagement arbeiten. Trainiert werden Schrittfolgen und die Performance. „Nach einer Stunde ist man eigentlich eh schon fertig“, sagt der Sportler. Dennoch muss er die Tänze mit Leichtigkeit präsentieren. „Wenn man die Technik perfekt intus hat, dann kann man sich beim Bewerb besser auf die Ausstrahlung konzentrieren“, erklärt Krapfl. Sechs Tänze muss er bei den Bewerben präsentieren. Die Tanzzeit pro Tanz beträgt zwei Minuten 20. Das sei schon anstrengend. Als Krapfl begonnen hat, hatte er viele Vorbilder, die er noch heute bewundert, aber: „Jetzt bin ich mit ihnen in einer Leistungsklasse.“