Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:23

2015 – das Jubiläumsjahr. Biosphärenpark Wienerwald / Der Biosphärenpark Wienerwald feierte Geburtstag, und eine ganze Region feierte mit. Jetzt, zum Ende des Jahres, wird Bilanz gezogen. PURKERSDORF-TULLNERBACH / Mit 2015 geht für den Biosphärenpark Wienerwald ein besonderes und aufregendes Jahr zu Ende.

Neben der Wertschätzung gegenüber den Bewirtschaftern soll die Bevölkerung als Wiesenpartner für den Wert der Wiesen und das richtige Verhalten als Besucher sensibilisiert werden. In diesem Jahr wurden die Landwirte in den BiosphärenparkGemeinden Breitenfurt, Gaaden, Gießhübl, Heiligenkreuz, Hinterbrühl, Kaltenleutgeben, Laab im Walde, Wolfsgraben sowie des Biosphärenpark-Bezirks Wien Liesing aufgerufen, mit ihren Wiesen und Weiden beim Wettbewerb mitzumachen.  |  NOEN, BPWW/Novak

Mit 2015 geht für den Biosphärenpark Wienerwald ein besonderes und aufregendes Jahr zu Ende. Zum einen durfte „10 Jahre Biosphärenpark“ gefeiert werden, zum anderen fanden viele große Projekte ihren Abschluss.

Mit dem „Biodiversitätsmonitoring in den Kernzonen des Biosphärenpark Wienerwald“ ging eines der bisher größten Monitoringprojekte Österreichs zu Ende. Die erstaunlichen Ergebnisse wurden in einem Buch „Wälder im Wienerwald“ zusammengefasst und Ende des Jahres präsentiert.

Bildung, ein wichtiger Aspekt

Wie schon in den vorangegangen Jahren war das Bildungsteam des Biosphärenpark Wienerwald auch heuer wieder in den Schulen unterwegs. Neben dem Biosphärenpark-Spiel konnten sich die Schulen national, aber auch international im Rahmen des „School Twinning“ vernetzen und grenzüberschreitend Erfahrungen austauschen.

Die gesellschaftlichen Ereignisse der letzten Monate gingen auch am Biosphärenpark Wienerwald nicht spurlos vorüber. So wurde gemeinsam mit ortsansässigen Vereinen eine eigens für Flüchtlinge und Migranten gestaltete Führung angeboten, um ihnen ihre neue Heimat Baden näher zu bringen.

Auszeichnungen für besondere Leistungen

Highlight des Jahres war auch 2015 wieder der allseits beliebte „Tag der Artenvielfalt“. Dieses Jahr waren rund 100 Experten in Breitenfurt unterwegs, um die heimische Natur zu erforschen. Bereits im Vorfeld konnten 247 Kinder der Volksschule Breitenfurt und Kindergärten, gemeinsam mit den Naturpädagogen des BPWW, die Natur vor ihrer Haustüre entdecken. Zugleich gab es ein eigenes Seniorenprogramm für 18 Bewohner des Caritas-Heimes.

Erstmals wurden 2015 gleich zwei „Wienerwälderinnen“ gekürt. Mit Elisabeth Wrbka aus Wien und Elisabeth Hammerl aus Eichgraben hat die Jury zwei außergewöhnliche Frauen ausgezeichnet. Elisabeth Hammerl setzt sich seit vielen Jahren immer wieder für Flüchtlinge ein, Elisabeth Wrbka für die Natur und ganz besonders für die Kulturlandschaft. Weiters durften sich 2015 wieder 14 Bewirtschafter über den Titel „Wiesenmeister“ freuen.

Das Jubiläumsjahr des Biosphärenpark Wienerwald brachte eine Vielzahl an Neuerscheinungen auf den Markt. Acht Bücher zeigen die Naturschönheiten und Besonderheiten der Kulturlandschaft im Wienerwald auf. Wanderfreunde dürfen sich über gleich zwei neue Wanderführer des Biosphärenpark Wienerwald freuen.

In Kooperation mit dem Wienerwald Tourismus entstand ein 30 Minuten langer Film, produziert durch den ORF NÖ. Karina Fibich zeigt mit ihrem Kameramann Klaus Humann die vielfältige Landschaft und auch die Menschen, die diese einzigartige Lebensregion prägen und gestalten.

Mit Oktober 2015 durfte sich das Biosphärenpark Management Team über neue Büroräumlichkeiten freuen. Im Schul- und Biosphärenparkzentrum Norbertinum wurde ein Zubau errichtet, in dem seit Herbst 2015 das Biosphärenpark Management im Erdgeschoß
eine neue Heimat gefunden hat.

Auch im Management Team selbst gab es Veränderungen. So übernahm im April dieses Jahres Andrea Moser die Geschäftsführung: „Die Arbeit im und für den Biosphärenpark Wienerwald ist eine spannende, aber auch herausfordernde Tätigkeit. Das heurige Jubiläumsjahr hat gezeigt, was gemeinsam bereits erreicht werden konnte. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Jahren viele Modellprojekte im Zeichen der Nachhaltigkeit umsetzen werden.“