Erstellt am 25. Januar 2016, 12:16

von Claudia Stöcklöcker

Alkobiker muss blechen. 29-Jähriger trank Wodka und fuhr mit Leichtmotorrad einen Radfahrer nieder. Urteil: Bedingte Strafe und 2.880 Euro Geldstrafe.

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Mit 1,42 Promille im Blut war ein 29-Jähriger nach durchzechter Nacht mit einem Leichtmotorrad unterwegs. In Purkersdorf auf der B1 überholte er ein Auto und rammte beim Einordnen einen 77-jährigen Radfahrer.

Mit dem hinteren Reifen des Zweirades kollidierte der Angeklagte mit dem Radfahrer.

Nach Crash sieben Wochen im Spital

„Einen richtigen Tuscher hat es gemacht“, sagt das Opfer aus Wien. Und: „Ich wollte gleich wieder aufstehen, aber das war nicht möglich. Sieben Wochen war ich dann im Spital, Schulter und Schlüsselbein waren gebrochen.“

Aufgefallen war der 29-Jährige aus der Region vor dem Crash einer Studentin. „Dass er schnell daherkommt, habe ich gesehen, mit 80 km/h war er unterwegs“, erzählt die Zeugin.
Und ein anderer meint: „Ich hab’ den Verletzten stabilisiert und Blaulichtorganisationen verständigt. Der Angeklagte ist aufs Motorrad und ist davon, man hat nur mehr eine Rauchwolke gesehen.“

Nun bedauert der 29-Jährige, mittlerweile hat er auch Kontakt zum Opfer aufgenommen. „Ich habe damals Freunde getroffen, die alte Kampftruppe, und wir waren am Kirtag. Bei einem Freund haben wir dann noch Wodka getrunken und völlig leichtsinnig und übermütig bin ich mit dem Motorrad in den Tag hineingefahren“, erzählt er.

Acht Monate bedingt und Geldstrafe

Und: „Der Unfall hat bei mir ein Umdenken ausgelöst. Ich habe mich spirituellem Leben verschrieben“, gab der Biker einen Lebenswandel an.

Richterin Doris Wais-Pfeffer verhängt über den 29-Jährigen acht Monate bedingt und 2.880 Euro Geldstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.