Erstellt am 02. März 2016, 05:29

von Martin Gruber-Dorninger

Asyl-Spezialist verstärkt Polizei in Purkersdorf. Seit Dienstag versieht Spezialist für Asyl- und Fremdenwesen in der Polizeistation in Purkersdorf Dienst. Bürgermeister und Kommandant begrüßen neuen Mann.

Herbert Schwarz  |  NOEN, Archiv

Die Zeit drängt, denn die Beunruhigung bei einigen Purkersdorfern ist groß, ab April sollen 42 unbegleitete minderjährige Fremde in der Stadt einziehen. Stadtpolitik und Polizei sind sich einig, dass gezielt Aktionen gesetzt werden müssen, um die Ängste der Purkersdorfer zu verringern.

Ein erster Schritt ist sicherlich die Bestellung eines Extra-Polizisten nach Purkersdorf, der sich speziell um das Thema Sicherheit rund um das neue Asylquartier kümmern soll. Der Beamte hatte am Dienstag seinen ersten Arbeitstag am Purkersdorfer Posten. Er ist auch kein Unbekannter, es ist Herbert Schwarz, ein waschechter Purkersdorfer mit jeder Menge Erfahrung mit Asylwerbern.

Herbert Schwarz als Mann für’s Grobe

„Ich bin spezialisiert auf das Asyl- und Fremdenwesen und bin in diesem Bereich seit Jahren tätig“, bestätigt Schwarz gegenüber der NÖN.

Auch Postenkommandant Erwin Riegler ist über den neuen Beamten in seinem Team erfreut. „Er verfügt über eine Menge Erfahrung. Etwas, das uns in diesem Bereich sicher noch fehlt“, so Riegler. Weitere Auskünfte wolle er derzeit noch nicht erteilen, denn „alles andere wäre reine Spekulation.“ Er könne sich aber nicht vorstellen, dass aufgrund der neu ankommenden Asylwerber in Purkersdorf die Kriminalität explodieren werde. „Den Asylwerbern wird es bei uns ja nicht schlecht gehen“, begründet Riegler.

Großer Trumpf

Für Bürgermeister Karl Schlögl ist Herbert Schwarz mitunter der größte Trumpf, um die Unsicherheit in der Bevölkerung zu vermindern. Schließlich hat er ihn auch extra bei der Innenministerin angefordert. Zusätzlich setzt Schlögl auf Information: „In der nächsten Woche werde ich für die Anrainer des neuen Asylquartiers eine kleine Infoveranstaltung abhalten. Darin soll genau erklärt werden, wie wir gedenken, die jungen Männer zu beschäftigen und einzubinden.“ Weiters sollen Sicherheitsmaßnahmen besprochen werden. „Wir wollen den Anrainern damit die Ängste nehmen. Vergleicht man die Anzahl der unbegleiteten jungen Männer in unserer Gemeinde mit andern Gemeinden, dann ist die Anzahl sehr gering“, gibt Schlögl zu bedenken.