Erstellt am 07. März 2016, 14:34

von Martin Gruber-Dorninger

Auf der Suche nach dem Kommandanten. Bei der Wahl des neuen Bezirksstellenleiters konnte kein Nachfolger für Weinmann gefunden werden. Der sagt: "Ist kein Streit."

Serge Weinmann bleibt noch bis spätestens Juni an der Spitze des Bezirksstellenkommandos in Purkersdorf.  |  NOEN, NÖN

Eigentlich schien alles klar zu sein, bei der Wahl des neuen Bezirksstellenleiters für das Rote Kreuz Purkersdorf. Der langjährige Kommandant, Serge Weinmann, verkündete nach 15-jähriger Tätigkeit als Chef seinen Abschied und ließ sich nicht mehr für die Wahl aufstellen. Als sein Nachfolger ging Wolfgang Uhrmann ins Rennen, allerdings bislang ohne Erfolg, denn die Wahl muss wiederholt werden.

„Nach 15 Jahren als Bezirksstellenkommandant, wollte ich den Jungen Platz lassen und die Möglichkeit geben die Mannschaft zu führen“, erklärt noch Bezirksstellenleiter Serge Weinmann im Gespräch mit der NÖN.

Schlögl von „Wahl“ vollkommen überrascht

Es sei sicherlich keine leichte Funktion, so Weinmann, man müsse sich um das Finanzielle kümmern und auch das Personal einteilen. „Das sind grob 300 Personen und geht mit einer großen Verantwortung einher“, berichtet Weinmann. Für die Wahl stellte sich Wolfgang Uhrmann als einziger Kandidat auf, es gab also keinen Gegenkandidaten.

Umso bitterer dann die Erkenntnis des Wahlganges, denn lediglich 47 Prozent der abgegebenen Stimmen wollten Uhrmann als neuen Bezirksstellenleiters. Weinmann will das aber nicht als Streitigkeit verstanden wissen: „Das hat damit nichts zu tun. Ich finde es nur schade und das Ergebnis einer demokratischen Wahl ist zu respektieren.“ Somit verlängert sich die Amtszeit von Weinmann bis zur nächsten Wahl.

„Bis Juni sollten wir dann auch einen neuen Bezirksstellenleiter haben“, ist sich Weinmann sicher. An der Wahl nahmen auch die Bürgermeister der Gemeinden der Region teil. Purkersdorfs Stadtchef war beim Wahlgang anwesend. „Ich war vollkommen überrascht, die ganze Wahl hat drei Stunden lang gedauert und kein Ergebnis gebracht“, so Schlögl. Das Rote Kreuz sei eine so tolle Organisation und es sei schade, dass es hier keine Einigung beim Wahlgang gegeben habe, erklärt Schlögl gegenüber der NÖN.