Erstellt am 06. April 2016, 05:24

von Martin Gruber-Dorninger, Renate Hinterndorfer und Ernst Klement

Banken-Fusion im Wienerwald. Zentrale bleibt in Pressbaum. Direktion betont Wichtigkeit der Region Purkersdorf.

Die Filiale in Pressbaum bleibt die Zentrale der Raiffeisenbank Wienerwald.  |  NOEN, Marlene Trenker

Ende des Vorjahres wurde bekannt, dass bei Raiffeisen eine Fusionierung in der Region im Gespräch ist. Jetzt ist es fix: Die Raiffeisenbank Wienerwald wird mit der Raiffeisenbank Laaben-Maria Anzbach zusammengeführt. Die Zentrale bleibt in Pressbaum und „für den Kunden entstehen dadurch eigentlich nur Vorteile“, heißt es seitens der Raiffeisenbank-Direktion.

„Maria-Anzbach war so etwas wie eine Enklave in unserem Genossenschaftsgebiet. Mit Laaben haben wir noch erweitert.“ Alfons Neumayer, Direktor der Raiba Wienerwald

„Eine noch stärkere Zusammenarbeit ist sinnvoll, um gemeinsam erfolgreich die Anforderungen der Zukunft bewältigen zu können“, betont Direktor Alfons Neumayer von der Raiffeisenbank Wienerwald. Das Ziel wäre die Verschmelzung beider Raiffeisenbanken, um auf Basis einer schon bisher soliden und nachhaltigen Geschäftspolitik eine langfristige Existenzsicherung zu gewährleisten, so Neumayer weiter.

Bei den Generalversammlungen beider Banken wurde die Fusion mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenstimme beschlossen. Im Mai soll bereits die Umsetzung erfolgen. Aus Sicht von Alfons Neumayer ist dieser Schritt ein logischer: „Maria-Anzbach war ohnehin so etwas wie eine Enklave in unserem Genossenschaftsgebiet. Laaben schließt direkt an das Genossenschaftsgebiet der Raiffeisenbank Wienerwald an.“

Alle Mitarbeiter werden übernommen

Außerdem seien die Standorte Pressbaum und Purkersdorf für die Raiffeisenbank enorm wichtig. „Die Nähe zu Wien sowie die Größe dieser Gemeinden, sind für uns sehr interessant“, betont Neumayer, der auch die Vorteile für die Kunden hervorstreichen will. Denn es habe sich gezeigt, dass die längeren Öffnungszeiten bei den Purkersdorfern und Pressbaumern großen Anklang finden. „Außerdem wird der Standort der Raiffeisenbank Wienerwald durch die Fusion weiter gestärkt“, ist Neumayer froh über den Entschluss.

Aufseiten der Raiffeisenbank Laaben-Maria Anzbach wird ebenfalls die Bedeutung der Verschmelzung hervorgehoben: „Die Krise in der Bankenbranche und die enorm hohen EU-Auflagen zwingen die kleinen Banken in die Knie und uns zu diesem Schritt“, so Obmann Gottfried Kult.

Die Raiffeisenbank Laaben-Maria Anzbach hat durch das enorm hohe Engagement der Mitarbeiter immer gute Gewinne geschrieben, sodass sie lange als kleine Bank ihre Eigenständigkeit bewahren konnte. Aber: „Das neue Bankengesetz schreibt Banken eine Eigenkapitalrücklage von fünf Millionen vor, das können wir nicht erfüllen“, so Kult.

Auch der Revisor der Raiffeisen-Landesbank Stefan Schmutzer stellte der Raiffeisen Laaben-Maria Anzbach ein gutes Zeugnis aus, riet aber dennoch zur Fusion.
 


Das neue Filialnetz der Raiffeisenbank Wienerwald-Laaben-Maria Anzbach: 
Pressbaum, Purkersdorf, Altlengbach, Breitenfurt, Eichgraben, Gablitz, Innermanzing, Kaltenleutgeben, Laaben, Maria Anzbach, Mauerbach, Neulengbach



Alle Mitarbeiter werden übernommen, die Geschäftsführer werden in der Raiba Wienerwald als Prokuristen tätig sein. Die Öffnungszeiten der zwei Bankstellen Laaben und Maria Anzbach werden zudem an die der Raiffeisenbank Wienerwald angepasst und somit ausgeweitet. Der Direktor der Raiffeisenbank Wienerwald Alfons Neumayer freut sich über die Zusammenarbeit: „Wir übernehmen viele hervorragende Mitarbeiter. Sie sind das wichtigste Bindeglied zwischen Bevölkerung und Bank.“ Die Raiffeisenbank Wienerwald hat nach der Fusion zwölf Bankstellen und eine Bilanzsumme von rund 700 Millionen Euro. Das Geldinstitut hat rund 37.000 Kunden und 109 Mitarbeiter.