Erstellt am 04. März 2016, 05:29

von Martin Gruber-Dorninger

Befragung kostet 5.000. Wolfsgrabener können darüber abstimmen, ob Gemeindeamt am alten Standort hätte bleiben sollen. Nach Wahl wird überlegt, was mit altem Gebäude passieren wird.

NOEN, zVg

Die Wolfsgrabener dürfen heuer bekanntermaßen nicht nur den Bundespräsidenten wählen, am Sonntag, dem 13. März, wird das Volk befragt, ob das bereits übersiedelte Gemeindeamt umziehen soll. Die Befragung kommt nach einer Unterschriftenaktion der Fraktion Aktives Wolfsgraben zustande. Übersteigt die Zahl der Unterschriften zehn Prozent der Wahlberechtigten, muss, nach dem Gemeindegesetz, eine Volksbefragung abgehalten werden.

Textänderung war nicht mehr möglich

Dies wurde auch in der Gemeinderatssitzung am 11. Jänner beschlossen, nachdem der Initiator Josef Pranke gefragt wurde, ob er auf eine Durchführung verzichten würde. Pranke lehnte ab. Dabei wurde auch der Text der Befragung festgelegt.

Außerhalb einer Gemeinderatssitzung wurde eine Anfrage gestellt, den Text noch einmal zu ändern. Pranke wollte die Adresse des alten Gemeindeamtes eingefügt haben. Dies war allerdings nicht mehr möglich. „Weil ein Großteil der Wahlverständigungszettel bereits gedruckt wurde“, erklärt Bürgermeisterin Claudia Bock.

Für die Befragung werde es einen Wahlsprengel geben, das Wahllokal wird sich im neuen Gemeindeamt in der Hauptstraße 3C befinden. „Ich rechne damit, dass die Abstimmung zwischen 4.500 und 5.000 Euro kosten wird. Dies geht alles zu Lasten der Wolfsgrabener Gemeindegebühren“, erklärt Bock.

Was nach der Befragung mit dem alten Gemeindegebäude passieren soll, ist noch unklar. Zwei Gutachten des Landes NÖ, hätten, laut Bock, ergeben, dass die Kosten für eine Gebäudesanierung jene Kosten für einen Neubau übersteigen würden. „Pläne gibt es schon länger. Damals wurden ein Gemeindeamt und Wohnungen vorgeschlagen, dies wurde allerdings von der Opposition abgeschmettert“, so Bock.