Erstellt am 28. April 2016, 05:04

von Jacqueline Kacetl

Bilanz ohne Kohle. Florian Scheuba präsentierte im ausverkauften Stadtsaal sein Programm "Bilanz mit Frisur" für das er den Kabarettpreis erhielt.

 |  NOEN, NÖN

Mit den ernüchternden Hintergründen seines bevorstehenden 50. Geburtstags machte Kabarettist Florian Scheuba das Publikum im ausverkauften Purkersdorfer Stadtsaal bekannt und erntete damit Lacher ohne Ende. Gegenwärtig seien es nämlich genau 51,31 Euro, die ihm als Pension zur Verfügung stünden, verriet Scheuba und blendete den Pensionsbescheid groß ein, um dessen Wahrheitsgehalt zu unterstreichen. Womit das Ziel, mit 59 Jahren in Pension zu gehen, naturgemäß zum Scheitern verurteilt ist.

Aus diesem Dilemma sei das von Kritikern hochgelobte Programm „Bilanz mit Frisur“ entstanden, für das Scheuba letztes Jahr mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichnet wurde. Scheubas Bilanz lässt schlussendlich viel Privates weg („Mein Privatleben ist total langweilig“), umschifft elegant Themen wie die Midlife-Crisis und bleibt dem wohlbekannten, aber zusehends an Unterhaltungswert verlierenden Polit-Bashing treu. Abgearbeitet werden die Bildungsreform, die Bundespräsidentenwahl oder die Kernprobleme der Großparteien. Dazwischen: phantasievolle Sketches. Dann die gute Botschaft: Scheuba bleibt der Bühne erhalten – mindestens bis zum 95. Lebensjahr. Sonst wird das wohl nichts mit der Pension.