Pressbaum

Erstellt am 26. August 2016, 04:21

Zu viele Einwohner?. Pressbaum hat viele freien Flächen, die bebaut werden. Mehr Menschen bedeuten aber auch mehr Probleme für eine Stadt.

Stadtrat Wolfgang Kalchhauser sieht den Zuzug kritisch.  |  NOEN

Die Stadtgemeinde ist immer weiter am Wachsen. Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner rechnet damit, dass Pressbaum durch den starken Zuzug die 10.000-Einwohner-Grenze knacken wird. Mehr Einwohner bedeuten auch eine zusätzliche Belastung für die Infrastruktur. Stadtrat Wolfgang Kalchhauser warnt vor einem zu schnellen Wachstum, denn darunter könnte die Lebensqualität in der Stadtgemeinde sinken.

„Egal ob groß- oder kleinvolumige Wohnbauten, eine sogenannte baulandverdichtete Gemeinde braucht notgedrungen eine überproportional notwendige Infrastruktur“, so Kalchhauser. So müssten Verkehrsstrukturen sowie Kindergärten und Schulen ausgebaut werden.

Mehr Lärm, mehr Feinstaub, schlechtere Luftqualität

Außerdem müsste der Kanalhauptsammler vergrößert und Hochwasserbehälter für die Wasserversorgung ausgebaut werden. Mehr Menschen bedeutet mehr Lärm, mehr Feinstaub und schlechtere Luftqualität. Verlust von Grünland- Erholungsräumen für kommunale Entwicklungen sowie Zerstörung des traditionellen Ortsbildes und der damit verbundenen Idylle sind ebenfalls mögliche Probleme. Kalchhauser fürchtet ein Ende der Erholungsgemeinde mit zusätzlichen finanziellen- und Umweltproblemen.

Auch Bürgermeister Schmidl-Haberleitner ist sich der Problematik einer wachsenden Kommune bewusst: „Wir haben einfach große Baulandreserven und die Bevölkerung wird wachsen. Wir versuchen zwar das Wachstum zu hemmen, aber selbst mit Bauverboten und mehr ist das eben nur auf begrenzte Zeit möglich.“ Es sei der Stadtgemeinde durchaus bewusst, dass es schwierig sei, wenn eine Gemeinde wachse. „In der Infrastruktur sind wir aber gut aufgestellt“, so der Bürgermeister.