Erstellt am 29. September 2015, 15:07

von Christoph Hornstein

Drei Bürgermeister sind sehr zufrieden. In letzter Minute wurde entschieden, dass Gablitz und Mauerbach doch von St. Pölten und nicht von Tulln verwaltet wird.

 |  NOEN, NÖN/Bischof
Die Bezirksauflösung im Schnellverfahren machte in der Wienerwaldstadt viel weniger Wind als in den anderen betroffenen Gemeinden. Viele Purkersdorfer haben zu St. Pölten mehr Bezug als zur Bezirkshauptstadt Klosterneuburg.

Der einzige Wermutstropfen: Gablitz und Mauerbach sollten, im Gegensatz zu allen anderen Gemeinden im Gerichtsbezirk, zu Tulln kommen. Dem ist jetzt nicht so. In einer Sondersitzung vor der Entscheidung erfüllte die Landesregierung die Wünsche von Purkersdorf, Gablitz und Mauerbach. Alle Gemeinden im Gerichtsbezirk werden in Zukunft von St. Pölten verwaltet.

Bürgermeister Karl Schlögl begrüßt diese Entscheidung des Landes und betont noch einmal, dass er die Reform der Verwaltungsbezirke ausdrücklich unterstütze und diesen Schritt für richtig hält. „Ich freue mich sehr darüber, dass die sechs Gemeinden des Gerichtsbezirkes Purkersdorf nicht auseinandergerissen werden.“

Lob für den Landeshauptmann

Landeshauptmann Pröll habe wieder einmal sehr viel Gespür bewiesen, berechtigte Interessen der Bevölkerung einer Region wahrzunehmen und diese zu berücksichtigen, meint Schlögl. „Diese Entscheidung ist ein wesentlicher Beitrag, die in Jahrzehnten aufgebaute Identität des Gerichtsbezirkes Purkersdorf nicht nur zu wahren, sondern auch zu intensivieren.“

Im Zuge dieser Entscheidung wird es dem Gerichtsbezirk viel leichter möglich sein, die Erhaltung des Bezirksgerichtes im Purkersdorfer Schloss als Standort zu argumentieren.
Die Entscheidung des Landes NÖ stehe eindeutig unter dem Motto „Näher zum Bürger“, so Schlögl, und weiter: „In diese Richtung geht auch die Zusage des Landeshauptmannes, der den Erhalt und Weiterbetrieb der Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft in Purkersdorf bestätigt hat.“

„Ich habe in vielen Gesprächen klar gemacht, dass es
keine Verschlechterung für die Gablitzer geben darf.“
Bürgermeister Michael Cech

„Wir haben in den vergangenen Tagen sehr intensive Gespräche geführt, um negative Auswirkungen durch die Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung zu verhindern“, so Bürgermeister Michael Cech aus Gablitz. Persönlich habe er mit zahlreichen Landepolitikern gesprochen, um klarzumachen, dass es durch die Verwaltungsreform – die Cech grundsätzlich sehr positiv sehe – „keine Verschlechterungen für die Gablitzer Bevölkerung geben darf.“

Bürgerfreundliche Behördenwege

Im nächsten Schritt will Cech sicherstellen, dass die Wege zu Verwaltung und Gerichtsbarkeit weiter so bürgerfreundlich wie bisher bleiben. Cech: „Keiner von uns musste bisher zur Bezirkshauptstadt Klosterneuburg, sondern konnte fast alle Wege bei der Außenstelle der BH oder dem Bezirksgericht in Purkersdorf erledigen. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“

Auch der Bürgermeister aus Mauerbach, Peter Buchner, ist glücklich: „Das ist mir sehr wichtig, weil die Infrastruktur gewahrt bleibt. Ich empfinde das als eine sehr kluge und bürgernahe Entscheidung.“