Erstellt am 13. Mai 2016, 05:44

von Marlene Trenker

Ein Verein mit Herz und Seele. Der Verschönerungsverein ermöglicht mit seinen zahlreichen Aktivitäten ein Ortsbild in der Stadt, das sich sehen lassen kann.

Fleißig bei der Kleindenkmälerpflege sind Erich Liehr, Werner Kernreiter, Heinz Weiss, Walli Auckenthaler, Hanni Weiss, Stefan Magyar und Peter Mader (v. l.) .  |  NOEN, Trenker

Man wandert durch Purkersdorf und sieht wunderschöne Blumentröge und gepflegte Kleindenkmäler. Das passiert nicht wie durch Zauberhand, denn die Mitglieder des Verschönerungsvereines sind das ganze Jahr über bemüht, den Purkersdorfern ein schönes Stadtbild zu bieten. „Der Stadtverschönerungsverein hat sich zur Aufgabe gesetzt, das Ortsbild, die landschaftliche Schönheit und das Kulturerbe Purkersdorfs zu erhalten und damit die Lebensqualität in unserer Stadt zu sichern“, sagt Obmann Erich Liehr.

Er hat im Jahr 2000 das Amt übernommen. Unter seiner Führung hat sich die Mitgliederanzahl des Vereins von 50 auf 350 erhöht. Im Jahr 1873 begann die Geschichte vom Verschönerungsverein: „Damals war es noch ein Komitee. Das erste Projekt als Verein war der Sängerbrunnen im Jahr 1875“, erzählt Liehr über die Vergangenheit.

Freundschaftliches Verhältnis im Verein

An oberster Stelle stand nicht immer ein Obmann, denn früher wurde der Verein von Bürgermeistern oder anderen Gemeindevertretern geführt. Meist fehlte da die Leidenschaft für die Sache. „Es war kein Herz und keine Seele dahinter. Erst meine Frau hat das hineingebracht“, so Liehr. Gundi Liehr kennt sehr viele Menschen in Purkersdorf und konnte sie dadurch für den Verschönerungsverein begeistern. „Wir pflegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Der Verein ist eine große Familie geworden“, freut sich Liehr.

Wichtig ist, dass jeder Purkersdorfer das gepflegte Ortsbild genießen kann: „Wir stellen den Wünschen unserer Mitglieder entsprechend Bänke an Wanderwegen auf“, sagt Liehr. Denn nicht alle sind im fortgeschrittenen Alter noch gut auf den Beinen unterwegs.

„Ältere Menschen können vielleicht nur mehr 200 Meter gehen und müssen sich kurz hinsetzen. Wir versuchen, es auch jenen Menschen zu ermöglichen, die mehr Pausen bei Spaziergängen benötigen, Purkersdorf zu sehen“, sagt Liehr abschließend.