Erstellt am 14. Dezember 2015, 13:43

Einstimmig: Cipaks Antrag angenommen. FP-Gemeinderat will mit Antrags-Projektion auf Leinwand für mehr Zuschauerinteresse im Gemeinderat sorgen.

Martin Cipak ist die Ein-Mann-Fraktion der FP-Purkersdorf im Gemeinderat.  |  NOEN, Foto: FPÖ
Nach der diesjährigen Gemeinderatswahl war es amtlich: Die FPÖ stellt mit Martin Cipak einen Gemeinderat. Nach kurzer Eingewöhnungsphase in die Kommunalpolitik Purkersdorfs setzt Cipak nun eigene Initiativen. So auch bei der letzten Gemeinderatssitzung.

„Seit ich im Gemeinderat bin, ist mir aufgefallen, dass zu jeder Sitzung weniger Zuschauer kamen“, versuchte Cipak mit eigenem Antrag im Gemeinderat dem Publikumsschwund entgegenzuwirken. Bei Gesprächen mit Bürgern sei eine Antwort immer wieder gefallen, und zwar, dass es keine Informationen für die Zuschauer gebe. „Bei den Sitzungen haben die Gemeinderäte eine schriftliche Vorlage und können auch schon im Vorhinein die Anträge lesen, die Zuschauer bekommen vieles nicht mit“, beklagt Cipak, weshalb er sich Gedanken gemacht hat, wie sich dieses Manko beheben lasse.

Anträge auf Leinwand projiziert

„Die Anträge sollten auf eine Leinwand im Sitzungssaal projiziert werden“, fordert Cipak. Der Antrag wurde von allen anwesenden Fraktionen einstimmig angenommen. „Darüber freue ich mich. Das zeigt, dass in Purkersdorf ein produktives Arbeiten an allen politischen Seiten möglich ist“, so Cipak.

Auch zum neuen Budget für Purkersdorf hat der FP-Gemeinderat eine Meinung: „Ich bin sicherlich kein kategorischer Gegenstimmer. Wenn ich dagegen bin, dann hat das einen Grund.“ Er war nicht mit allen Punkten des Voranschlages für 2016 einverstanden, er habe aber das Gefühl, dass gut gearbeitet wurde. „Natürlich würde ich im Budget andere Schwerpunkte setzen, doch im Großen und Ganzen war das in Ordnung“, betont Cipak, der auch immer wieder seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit überparteilich anbietet.