Erstellt am 03. Dezember 2015, 05:53

von Jacqueline Kacetl

Gedenken an Kriegsgräuel. Agnes Palmisano und Paul Gulda widmeten den historischen Ereignissen rund um das Jahr 1945 in der Bühne Purkersdorf eine Collage aus Liedern, Gedichten und Musik.

Agnes Palmisano und Paul Gulda führten die Zuseher in Wort und Musik in die Wirren des Zweiten Weltkrieges zurück.  |  NOEN, Kacetl

Einen sentimentalen Liederabend in Erinnerung an die Zeit des Zweiten Weltkriegs gestalteten die Sängerin und Schauspielerin Agnes Palmisano und Pianist Paul Gulda unter dem Motto „Kriegsende. Zeitenwende“ in der Bühne Purkersdorf.

Thematisch umkreisten Palmisano und Gulda, die neben Liedern auch Gedichte vortrugen, den Widerstand gegen Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Mit dramatischem Gestus beschwor Palmisano die Kriegswirren mit Liedern wie “Und was bekam des Soldaten Weib“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill, erinnerte an das Soldatenlied „Lili Marleen“ und ließ das vom französischen Schriftsteller Boris Vian verfasste Chanson „Le déserteur“ – von Palmisano und Gulda abwechselnd in Deutsch und Französisch gesungen – wiederaufleben. Die Parole „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ blieb immer spürbar.