Erstellt am 06. Oktober 2015, 08:40

von Christoph Hornstein

„Gesundes Völkchen“. 18 Jahre ordiniert der Allgemeinmediziner Harald Ruth in Purkerdorf. Jetzt wurde er mit dem Titel Medizinalrat ausgezeichnet.

Stadtarzt Harald Ruth mit Landeshauptmann Erwin Pröll und Bürgermeister Karl Schlögl bei der Verleihung des Titels Medizinalrat.  |  NOEN, Foto: NLK Filzwieser

Am Dienstag, dem 29. September verlieh Landeshauptmann Erwin Pröll im Namen von Bundespräsident Heinz Fischer dem Stadtarzt von Purkersdorf, Harald Ruth, den Titel „Medizinalrat“. Die NÖN sprach mit dem frisch gebackenen Medizinalrat.

NÖN: Was bedeutet für Sie der neue Titel?
Ruth: Da sieht man, dass man alt wird (lacht). Nein, natürlich bin ich auch stolz, dass ich diese Auszeichnung bekommen habe. Es ist eine Würdigung für das Lebenswerk. Wer würde sich da nicht freuen, über so einen Titel?

Was ist „Medizinalrat“ für ein Titel – ein Ehrentitel?
Ruth: Das ist ein Berufstitel, ähnlich dem Titel Kommerzialrat, eben nur am medizinischen Sektor.

Seit wann sind Sie als Allgemeinmediziner in Purkersdorf tätig?
Ruth: Seit 18 Jahren bin ich jetzt in Purkersdorf. In dieser langen Zeit ist Purkersdorf zu meiner Heimat geworden. Ich habe eine echte Verbundenheit mit den Menschen, die in dieser Stadt wohnen.

Sie sind „Stadtarzt“ von Purkersdorf. Welche besonderen Tätigkeiten müssen Sie im Rahmen dieser Funktion ausüben?
Früher hatte man als Gemeindearzt umfassendere Funktionen. Heute beschränkt sich das auf die Beratung in medizinischen Fragen der Gemeinde. In Zeiten der Vogelgrippe wurde ich zum Beispiel von der Stadtgemeinde gefragt, ob Medikamente anschafft werden sollen. Da wurde ich beratend herangezogen.

Sind die Purkersdorfer gesunde Bürger?
Ruth: Das ist, abgesehen von den normalen Wehwehchen, ein kerngesundes Völkchen. Die Bevölkerung von Purkersdorf ist mir überhaupt sehr ans Herz gewachsen. Purkersdorf hat eine ländliche Struktur, die Großstadt aber vor der Haustüre. Das macht die Leute zu offenen Bürgern.