Pressbaum

Erstellt am 15. Juli 2016, 05:20

von Marlene Trenker

100. Todestag Kaiser Franz Josephs: Ein Dank dem Kaiser. Zu seinem 100. Todestag widmet das Heimatmuseum Kaiser Franz Joseph eine Ausstellung im Foyer des Rathauses.

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner, Gabriela Kraus, Martin Söldner, Vizebürgermeisterin Irene Wallner-Hofhansl, Anton Strombach , Anna-Leena Krischel und Wolfgang Kalchhauser bei der Eröffnung der Ausstellung.Foto: Trenker  |  NOEN

„Wenn der Kaiser Franz Joseph nicht gewesen wäre, hätte Pressbaum eine andere Entwicklung durchgemacht“, ist sich Heimatmuseum-Kustodin Gabriela Kraus sicher.

Die Ausstellung über den Einfluss des Kaisers auf Pressbaum ist im Foyer des Rathauses zu besichtigen. Das Wichtigste, was er für die Gemeinde gemacht hat, ist die Forcierung des Baus der Westbahn entlang der heutigen Strecke. Denn Pressbaum bestand damals aus ein paar zerstreuten Hütten. Mit dem Bau der Westbahn kehrte Leben in den Ort ein. Viele Arbeiter belebten die Gemeinde, gingen nach der Fertigstellung wieder zurück nach Wien.

Auf Sommerfrische nach Pressbaum

Erst als die Wiener das Umland als Naherholungsgebiet entdeckten, war wieder mehr los. Es wurden Villen gebaut und Pressbaum entwickelte sich zu einem Ort der Sommerfrische.

Kaiser Franz Joseph ist es ebenfalls zu verdanken, dass es heute in Pressbaum ein Sacré Coeur gibt.

Das Wiener Sacré Coeur wollte hinaus aus der Stadt, jedoch in der Nähe bleiben. Der gewünschte Ort war aber Forstgebiet, das im Besitz des Kaisers stand. Dieser schenkte den Grund kurzerhand her, und so konnte der heutige Schulstandort entstehen. Die Schule hatte zu der damaligen Zeit ein internationales Flair, da auch Zöglinge aus den Kronländern nach Pressbaum kamen.