Erstellt am 24. Februar 2016, 04:59

von Marlene Trenker

Ironie bei Befragung. Keine Auswirkung / Das Gemeindeamt übersiedelt in der kommenden Woche. Trotzdem wird die Bevölkerung nach ihrer Meinung befragt. WOLFSGRABEN / 

Die Volksbefragung am 13. März fand am neuen Standort des Gemeindeamtes statt  |  NOEN, Trenker

Am 13. März wird die Wolfsgrabener Bevölkerung zum Thema „Soll das Gemeindeamt am jetzigen Standort bleiben, bis eine komplette Ortszentrum-Planung inklusive Sanierung oder Neubau des Gemeindeamtes am derzeitigen Standort vorliegt?“ befragt.

Gemeinderat Josef Pranke (Aktives Wolfsgraben) ist davon überzeugt, dass viele Bürger an der Befragung teilnehmen werden: „Ich denke, dass es den Wolfsgrabenern wichtig ist, ihre Meinung zu sagen. Auch wenn die ÖVP alles daran gesetzt hat, die Befragung zu verschleppen, und sie dadurch ad absurdum geführt hat.“

Befragung am neuen Standort

Ironischerweise findet die Befragung ausgerechnet im „neuen“ Gemeindeamt statt. „Zu dem Zeitpunkt, als der Initiativantrag für die Volksbefragung gestellt wurde, gab es noch keinen Mietvertrag und keine offiziellen Übersiedlungspläne“, merkt Pranke an.

Die Fraktion „Aktives Wolfsgraben“ stellte noch den Antrag auf Abänderung des Textes, da unter Umständen Verwirrung entstehen könne, was jedoch abgelehnt wurde.

Mögliche Verwirrung wegen Fragestellung

Pranke wollte die Adresse des alten Standortes Hauptstraße 54 hinzufügen, da zum Zeitpunkt der Befragung der Umzug bereits stattgefunden hat. „Es ist jedoch zulässig, die Adresse hinzuzufügen. Die Stimme wird dadurch nicht ungültig“, so Pranke.

Bürgermeisterin Claudia Bock lässt sich währenddessen auf keine Prognosen ein. „Es ist ungewiss, wie viele Menschen wirklich an der Befragung teilnehmen werden und wie die Entscheidung ausfällt“, so Bock, „vor allem, da sie ja nicht mehr notwendig ist und das Ergebnis keinerlei Auswirkungen hat.“