Erstellt am 15. März 2016, 09:01

von Jacqueline Kacetl

Kaffeesud und Asche. Bilder von Christine Fötsch, die von Texten von Michael Monyk begleitet werden, sind bis Mitte Mai in der Bühne zu sehen.

Rockröhre Joni Madden und Andi Cutic widmeten dem Eichgrabener Künstler Lothar Bruckmeier die Ballade »Tears in Heaven«.  |  NOEN, Foto: Kacetl
Für ihre Bilder verarbeitet Christine Fötsch ungewöhnliche Materialien. Das können Stoffe, Metallreste, Asche oder ein verkohltes Stück Holz sein, die auf ihren Collagen in Erscheinung treten.


44 Bilder, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind, stellt die Künstlerin, die eigentlich Lehrerin ist und an der Neuen Mittelschule in Purkersdorf Physik, Chemie und Mathematik unterrichtet, in der Bühne Purkersdorf aus.

„Bruckmeier hat mich inspiriert"

„Ich arbeite total spontan und intuitiv“, erzählte Fötsch über ihren Arbeitsprozess. Die Lehrerin ist Autodidaktin, die bei dem vor kurzem verstorbenen Eichgrabener Künstler Lothar Bruckmeier gelernt hat. „Er hat mich liebevoll auf meinem bisweilen recht harten künstlerischen Weg begleitet. Ich konnte sehr von seinem Können und seiner Empathie profitieren“, erinnert sich Fötsch, die die Ausstellung ihrem ehemaligen Lehrer widmete.

Die Bilder werden von Texten aus der Feder von Arbeitskollegen Michael Monyk, der ebenfalls an der Neuen Mittelschule bildnerische Erziehung und Deutsch unterrichtet, begleitet. Texte und Bilder stehen unter dem Arbeitstitel „Second Chance“. „Wir sind jeden Tag auf eine zweite Chance angewiesen“, sagt Monyk. Und: „Auch das Scheitern gehört zum Leben.“ Die Texte sollen die Bilder ergänzen, es sei aber auch ein Experiment, wie beides bei den Betrachtern ankomme.

Der deutsche Kunsthistoriker Hartwig Knack verortete die Werke in die historische Tradition des Surrealismus und stellte Bezüge zu den „Ready-mades“ des französischen Künstlers Marcel Duchamp her, der industriell gefertigte Produkte in einen anderen Kontext stellte.