Erstellt am 20. April 2016, 05:34

von Martin Gruber-Dorninger

Besser vorher als nachher. Martin Gruber-Dorninger über die steigende Impfskepsis in der Bevölkerung.

Die Region Purkersdorf ist erwiesener Maßen ein Hochrisikogebiet, was Zecken und damit verbunden FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) betrifft.

Zugegeben, wirklich gerne wird wohl niemand impfen gehen. Der Gedanke, dass einem eine Nadel durch die Haut gestoßen und dann gezielt mit einer schwachen Dosis einer krankmachenden Substanz beimpft wird, ist nicht gerade beruhigend. Doch versteht man den Sinn dahinter, ist das schon logisch. Der Körper bildet aufgrund der dosierten Infektion Antikörper, Stoffe, die dann bei einer natürlichen Infektion zu wirken beginnen.

Für Eltern stellt sich daher die Frage: Soll ich mein Kind impfen lassen? - Entschließt man sich für „Nein“, dann gleicht ein Spaziergang durch den Wienerwald jedes Mal einer Lotterie. Bei einem „Ja“ reduziert sich die Gefahr, sich mit FSME zu infizieren um ein Vielfaches.

Durch erhöhte Impfweigerung haben sich in den letzten Jahren, auch in unserer Region, für ausgestorben geltende Krankheiten zurückgemeldet. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, ist es aber dann zu spät.