Erstellt am 22. Juni 2016, 05:25

von Martin Gruber-Dorninger

Die S-Bahn soll grün werden. Martin Gruber-Dorninger über eine Idee, die einst belächelt wurde

Als Karl Schlögl vor rund 30 Jahren eine Verlängerung der U4 bis nach Purkersdorf forderte, erntete er doch recht skeptische Blicke. Das dürfte auch heutzutage noch manchmal so sein, aber mit kleinen Schritten scheint er sich seinem großen Ziel zu nähern.

„Unmachbar, unfinanzierbar, un- was auch immer“ schallte es aus den Verkehrsbüros aus Wien und Niederösterreich. Kaum ein Jahr später sind diese Töne zwar immer noch skeptisch, von einer bitterbösen Abfuhr für diese Idee ist man jedoch weit entfernt. „Im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum im Großraum Wien muss eine mögliche U-Bahn-Verlängerung von Wien nach Niederösterreich in der Planung der öffentlichen Mobilitätsströme der Zukunft miteinbezogen werden“, heißt es heute.

Die Zahl der Autobesitzer ist in Wien erstmals rückläufig. Schnelle, effiziente öffentliche Beförderung von Personen ist gefragt. Bald auch in den Gebieten, die an die Bundeshauptstadt grenzen. Ob dies nun mit S- oder U-Bahn erfolgen soll, ist egal. Schlimmstenfalls wird die S-Bahn grün angemalt.