Erstellt am 04. Mai 2016, 05:44

von Claus Stumpfer

Ein Sieg, der einfach gut tut. Claus Stumpfer über ein Derby, das nie eins war, und es diesmal doch wurde.

Es war das vorletzte "Bezirksderby" zwischen Gablitz und Klosterneuburg, denn Anfang 2017 wird das ungeliebte "Wien-Umgebung"offiziell Geschichte sein. Wir von der NÖN haben diesen Schritt schon heuer mit Beginn der Fußballrückrunde gemacht, und die Bezirksgrenzen im Blatt den künftigen Realitäten gemäß neu gezogen.

Spannung bei Spielen zwischen den beiden „Nachbarklubs“ SG Klosterneuburg und SV Gablitz herbeireden zu wollen, war zum Scheitern verurteilt, denn die Bewohner des Speckgürtels westlich und nördlich von Wien haben einfach kein Interesse aneinander, nehmen die Existenz des anderen nur peripher wahr. Das Bedürfnis, den jeweils anderen im sportlichen Wettstreit zu demütigen, besteht nicht. „Nur was sich liebt, das neckt sich“, heißt es, aber Liebe zwischen den Bezirksteilen gibt es keine.

Und trotzdem war es den Gablitzern diesmal wichtig, ausgerechnet die Partie gegen Klosterneuburg, mit denen man gemeinsam in die Gebietsliga aufstieg, zu drehen. Denn beide haben dasselbe Ziel, wollen die Meisterschaft unter den Top 5 beenden. So wurde es doch eine dramatische Begegnung — ein Derby, wie es zwischen Tabellennachbarn zu sein hat. Und dass Gablitz jetzt in der Poleposition um Platz fünf ist, tut einfach gut.