Erstellt am 16. März 2016, 05:18

von Claus Stumpfer

Es braucht Zeit, die man nicht hat. Claus Stumpfer über den Punkt, der das Leben leicht macht.

Mit Khajik Jerjes hat der SV Gablitz einen namhaften Trainer als Nachfolger Juanito Pallas aus dem Hut gezaubert. Zustande gekommen ist das Engagement durch die Vermittlung eines Gablitzer Urgesteins. Nermin Jusic empfahl den 36-Jährigen, der Post SV in der Wiener Liga im Jahr 2013 zum Vizemeister geführt hat — bezwungen nur von Toni Polsters Viktoria.

Jusic und Jerjes eint ihre Rapid-Vergangenheit. Aber bei aller Klasse, die Jerjes als Spieler hatte, und die der Gludovatz-Schützling in Ansätzen auch bereits in seiner jungen Trainerkarriere gezeigt haben mag, bleibt für ihn ein Problem: In Gablitz gibt es derzeit zwei Teams in einer Mannschaft.

Hinzu kommt, dass Jerjes gegen Tulln die Elf erstmals im Spiel sah. Die Aufstellung war reines Bauchgefühl nach zwei Trainings — das 0:4 logisch.

Jerjes muss man Zeit geben, und alle Unterstützung seitens des Vereins. Er spricht von drei bis fünf Wochen, die es braucht, wobei jetzt ein sensibler Zeitpunkt ist, um der Mannschaft mehr „Power“ über Trainingseinheiten einzuimpfen — die Meisterschaft ist schon im Gang!

Acht Punkte hat man Vorsprung auf Obritz, das am Schleuderstuhl sitzt. Ein Punkt am Sonntag daheim gegen Laa würde das Leben für Jerjes viel leichter machen und den Abstiegskampf noch fernhalten.