Erstellt am 31. März 2016, 05:14

Horak widersteht der Verlockung. Claus Stumpfer über Trainervater Robert Horak und den Verzicht aufs Geschwisterduo.

Die Regelmäßigkeit, mit der Robert Horak in seinem Klub Goshindo Pressbaum Weltmeister produziert, ist beeindruckend. Nun hat der weltweit anerkannte Renshi, der vor wenigen Jahren nach Kirchstetten gezogen ist, auch vor seiner Familie nicht halt gemacht — Tochter Jaqueline ist U-21-Weltmeisterin! Und auch der jüngere Sohn Johannes schart bereits in den Startlöchern. Als U-18-Athlet hat er im U-21-Bewerb hervorragende Figur gemacht und mit Rang vier das Stockerl nur knapp verpasst — künftige Weltmeistertitel nicht ausgeschlossen.

Wobei diese Formulierung eine Untertreibung ist, eigentlich müsste es bei diesem Vater heißen: künftige WM-Titel garantiert! Denn Robert Horak hat das Siegergen patentiert und weiß, wie er es den Athleten einflößt. Harte Arbeit ist nur ein Teil des Erfolgs. Bei den Jiu-Jitsu-Duobewerben ist auch die Choreographie von entscheidender Wichtigkeit, und Horak ist ein Meister der Inszenierung des Kampfs. Eine tolle Show in Kombination mit perfekter Technik ist die halbe Miete.

Außerdem braucht es ein Auge für die Auswahl der Paare. Wer passt zu wem, bei wem ergänzen sich Stärken und Schwächen? Sicher ist es kein Zufall, dass er Jaqueline und Johannes nicht gemeinsam antreten lässt. Auch wenn die Vorstellung eines Horak-Duos für einen Laien sehr verlockend klingen mag.