Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:12

von Martin Gruber-Dorninger

Zu viel Zeit für „Bussi & Baba“. Martin Gruber-Dorninger über den Rummel beim Verabschieden.

Vor den Schulen gibt es seit ein paar Jahren die sogenannte „Kiss & Go-Zone“. Das bedeutet: Kind wird vor der Schule mit dem Auto abgesetzt, bekommt noch ein Busserl, wobei das meistens ohnehin eher die Eltern beanspruchen, und dann geht es rein in die Schule. Der Elternteil kann seinem Schützling noch einen schnellen Blick hinterher werfen. Und dann sollte er sich aber mit seinem Auto möglichst schnell vom Acker machen, damit der Ritus auch für die nächsten Familien Platz hat. So lautet jedenfalls die Theorie.

In der Praxis wird, zumindest in Purkersdorf, für so manche Eltern diese aber zur „Kiss & Go & Tschik & Tratsch-Zone“. Und genau darin liegt das Problem. Die dadurch länger abgestellten Pkw verstopfen die Straße und aus dem „Kiss & Go“ wird ein „Fluch & Schau, dass Du reinkommst“.

Was ist aus den Zeiten geworden, als es den Kindern tatsächlich zugetraut wurde, ganz alleine über die Straße zu gehen und auch einen Weg, länger als zehn Meter, alleine zurückzulegen? So weit überliefert, haben auch diese Kinder überlebt.