Erstellt am 01. Juni 2016, 04:35

von Martin Gruber-Dorninger

Nimmermüde Kämpferin. Martin Gruber-Dorninger über das Ende des Hauses zum frohen Lebensabend

Das "Haus zum frohen Lebensabend" ist Geschichte. In ein paar Wochen wird es umgebaut, um Menschen mit besonderen Bedürfnissen das Leben zu verschönern. Der funktionelle karitative Charakter des Hauses bleibt also auch nach 40 Jahren noch erhalten.

Die restlichen Gäste dürfen noch wohnen bleiben. Hermi Moser, die in dieser Zeit die Geschicke des Hauses gelenkt hat, ebenfalls.

In den 70er und 80er Jahren wurden arme alte Menschen in die sogenannte „Versorgung“ gesteckt. Es war keine Seltenheit, dass bis zu 30 Menschen in einen ungeheizten Schlafsaal zusammengepfercht wurden und dort ihre letzten Lebensjahre verbracht haben. Vereinsamt, verarmt und ungeliebt.

Meist waren das Witwen, die ihren Mann und ihre Söhne im Krieg verloren hatten. Hausfrauen, die sich mit ihrer Mindestrente nicht mehr alleine über Wasser halten konnten.

Die Zeiten haben sich gewandelt. Arme Menschen gibt es immer noch, doch die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verbessert. Und das ist auch Hermi Moser, einer nimmermüden Kämpferin, zu verdanken.

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