Erstellt am 08. Juni 2016, 05:40

von Wolfgang Wallner

Schlüsselrolle auf der Bank. Wolfgang Wallner über den Gablitzer "Co".

Es scheint, als hätte der Co-Trainer bei Gebietsligist Gablitz eine besondere Rolle. Man denke zurück an Roman Pichler, der an der Seite von Stefan Gogg den Klub über Jahre geprägt hat. Und immer wieder im Gespräch war, wenn‘s galt, die Chefrolle zu besetzen. Nun geht die Suche nach einem „Co“ wieder los.

Kostadin Atanasov arbeitet seit Jahren mit Coach Khajik Jerjes zusammen, kam mit ihm im Frühjahr auch nach Gablitz. Offenbar ein funktionierendes Gespann, wie sich beim Gebietsligisten rasch erwiesen hat. Jerjes und Atanasov liegen einfach auf einer Wellenlänge. Dass sich der Co-Trainer nun aus familiären Gründen zurückzieht, reißt eine Lücke. Und zeigt, dass der „Co“ im modernen Fußball weit mehr als ist der „Hütchenaufsteller“ von einst.

Keiner ist näher dran am Team. Beim „Co“ schüttet der Kicker nun mal am ehesten sein Herz aus. Eher jedenfalls als dem Cheftrainer. Man kann‘s drehen und wenden, wie man willen: Der Co-Trainer ist auch im Unterhaus mittlerweile eine Schlüsselfigur. Er ist Vertrauensmann des Trainers – und idealerweise auch der Mannschaft.

Entsprechend genau wird sich Gablitz-Coach Jerjes umschauen. Als Teil im Erfolgspuzzle ist ein guter „Zweier“ eben unverzichtbar.