Erstellt am 19. Oktober 2016, 04:17

von Claus Stumpfer

Eigene Ultras mobben Teigl. Claus Stumpfer über den Hass der Fans, dem Teigl hilflos ausgeliefert ist.

Man kann nicht behaupten, dass sich der Wechsel von Leipzig nach Augsburg für Georg Teigl bislang gelohnt hätte. An den ersten fünf Spieltagen der Saison stand der 25-jährige Tullnerbacher nicht einmal im Kader des FCA.

Erst am sechsten Spieltag durfte er gegen seinen Ex-Klub ran. Als er zwölf Minuten vor Spielende eingewechselt wurde, begleiteten die gegnerischen Fans dies mit Applaus, weshalb sich Teigl nach dem Spiel bei der Leipziger Kurve bedankt und sogar mit den Fans gefeiert hatte.

Auf den Fan-Foren des Klubs erntete Teigl letzte Woche dafür einen Shitstorm ungekannten Ausmaßes. Und beim Spiel gegen Schalke 04 entlud sich dann der Zorn der Ultras in einem Transparent, welches Teigls Abschiebung fordert. Red Bull steht für alles, was Hardcore-Fans am heutigen Fußball hassen, und Teigl verkörpert dies, wie kein anderer.

Zwar formierte sich zuletzt auch Protest gegen den Protest, doch die Fronten innerhalb der Augsburger Fanszene scheinen in dieser Causa verhärtet, denn es gibt weiterhin genügend Stimmen, die die Botschaft auf dem Transparent mittragen und erklären, Teigls Verhalten bleibe unentschuldbar. Diese Wogen in Augsburg werden sich wohl lange nicht glätten.