Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:59

von Claus Stumpfer

Lebenstraum doch noch erfüllt. Claus Stumpfer über Panhausers späten Triumph in seiner Motorsportkarriere.

Werner Panhauser hat lang auf diesen Moment warten müssen, doch nach dem letzten Saisonrennen in Fuglau war es am Sonntag endlich soweit: Der Pressbaumer durfte mit seinem Team nun endlich auch den Pokal für den Staatsmeistertitel in die Höhe strecken.

Dabei schien Panhausers so erfolgreiche Karriere bereits mit einem Fluch belegt. Viermal in den letzten acht Jahren hatte er mit Rang zwei im Kampf um den Rallycross-Staatsmeistertitelvorliebnehmen müssen. 2014 kostete etwa ein Abflug im vorletzten Rennen in Ungarn die Tabellenführung und am Ende den Titel.

Damit erinnerte Panhausers Schicksal im österreichischen Maßstab bereits an jenes von Motorsportlegenden, denen es einfach nie vergönnt war, trotz ihrer fahrerischen Überlegenheit, den großen angestrebten Titel zu erringen. Sterling Moss kommt da in Erinnerung, oder Jacky Ickx.

Aber es gibt auch Fahrer, die es zum Ausklang ihrer Karriere doch schaffen, sich ihren Traum zu erfüllen, wie Nigel Mansell oder Damon Hill. Seit Sonntag gehört Panhauser in diese Kategorie der Glücklichen. Und niemand im Fahrerlager gönnte ihm den Titel nicht. Ob der Erfolg weiterer Ansporn ist, oder Panhauser jetzt Motivation einbüßt, bleibt die spannende Frage.