Erstellt am 06. Juli 2016, 04:06

von Claus Stumpfer

Schmirl löst als Erster das Ticket. Claus Stumpfer über das große Nervenflattern der Kandidaten für Olympia.

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als würden heuer gleich drei Athleten aus dem St. Pöltner Bezirk bei den Olympischen Spielen starten. Doch zuerst platzte für den St. Christophener Bogenschützen Andreas Gstöttner der Traum.

Auch Österreichs Lichtblick bei den Olympischen Spielen 2012 in London, Hürdensprinterin Beate Schrott, ist im Frühjahr die Bestätigung des Limits, das sie im Herbst bereits erbrachte, noch schuldig geblieben. Bei der EM hätte sie die nächste Chance gehabt, aber am Montag sagte sie kurzfristig für Amsterdam ab — erneut setzt sie eine Muskelverletzung außer Gefecht. Auch wenn sie argumentiert, nichts riskieren zu wollen, weil Rio vorgehe, rückt auch ein Start dort weiter weg.

Einer, der sich keine Sorgen mehr machen muss, ist seit Freitag der Rabensteiner Sportschütze Alex Schmirl. Obwohl auch er im Frühjahr etwas Nerven zeigte, wurde er vom Schützenverband nominiert. Schließlich war es Schmirl, der den ersten von vier Quotenplätzen im Herbst für Rio geholt hatte. Jetzt gilt es, ruhig zu bleiben, und bei den Spielen ohne selbst auferlegten Druck abzudrücken — dann ist für Schmirl auch der Finaleinzug in Rio möglich. Da er bei drei Bewerben antritt, hat er gleich dreimal die Chance dazu!