Erstellt am 20. April 2016, 05:44

von Claus Stumpfer

Teigls Qualen bald beendet. Claus Stumpfer über die verlorene Saison des Tullnerbachers unter Rangnick.

Als Sportdirektor aller Red-Bull-Vereine weltweit kannte Ralf Rangnick für seine Trainer nur ein Credo: „Rotation aller Spieler, egal ob diese im Spiel zuvor eine Weltklasseleistung abgerufen oder grottenschlecht gespielt haben. Der Tullnerbacher Georg Teigl hat sich trotzdem zuerst bei Salzburg und dann in Leipzig durchgebissen, auf der rechten Außendeckerposition und auch im Sturm.

Als aber im Vorjahr Rangnick selbst in Leipzig das Zepter übernahm, war alles anders. Als Trainer vertraute er nur einem kleinen Stamm an Spielern, Routine war gefragt. Teigl fiel über Nacht aus dem Stammkader.
Dabei hatte Teigl im Sommer Wechselangebote bis zu 1,5 Millionen Euro, doch Rangnick verlangte utopische 3,5. Warum er nicht die 1,5 Millionen nahm, wohl wissend, dass Teigl nicht zum Einsatz kommen wird, bleibt Rangnicks Geheimnis.

Teigl hat sein Leidensjahr abgedient, darf sich nun auf einen lukrativen Vertrag bei einem anderen Klub in der 2. Deutschen Liga freuen. Seine Leistungen der Vorsaison stehen noch in Notizbüchern vieler Manager. Um die Zukunft des sprintstarken Dauerläufers muss man sich nicht sorgen. Wer aber im Sommer bei Leipzig im Falle des Aufstiegs eine unliebsame Überraschung erfährt, bleibt spannend. Denn Rangnick wird keinen Stein am anderen lassen.