Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:58

von Christoph Hornstein

Kritik an Eislaufplatz. Über die Art der Zurechtweisung, nicht mit Straßenschuhen den Eislaufplatz zu betreten, beschwert sich eine Familie. "Es gibt klare Regelungen" so Bürgermeister Schlögl.

Zu klein, schmutzig und ungepflegt - und dann wird man am Eislaufplatz in Purkersdorf noch angepöbelt? So erlebte eine Familie einen Abend am Eislaufplatz. Bürgermeister Karl Schlögl versteht die Kritik nicht  |  NOEN, zVg

„Nur mit Eislaufschuhen ist das Betreten der Eisfläche gestattet“, steht am Purkersdorfer Hauptplatz geschrieben. Eine Familie setzte sich darüber hinweg und wurde zurechtgewiesen. „In einem aggressiven Tonfall und in einer Lautstärke, die in Gegenwart von Kindern und auf einem Adventmarkt nichts zu suchen haben“, so Mutter Karin Wittgenstein, die sich über den für den Purkersdorfer Eislaufplatz zuständigen Mitarbeiter beschwert.

Am Abend besuchte die Familie Wittgenstein den Purkersdorfer Eislaufplatz. Vater, Mutter und die dreijährige Tochter, die ihre neuen Eislaufschuhe ausprobieren wollte. „Wir konnten es nicht übers Herz bringen, mit unserer Tochter unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren, und so wagte mein Mann ein paar Schritte in seinen Straßenschuhen mit unserer Tochter auf dem Eis“, erzählt Karin Wittgenstein.

Sofort kam der Eislaufplatzverantwortliche, sah und schimpfte. Wittgenstein: „Ich frage mich, ob es in diesem Rahmen wirklich notwendig ist, ein solch unangepasstes und niveauloses Verhalten an den Tag zu legen und unser Kind und andere unnötig zu verschrecken.“ Die Eisfläche sei schon in einem erbärmlichen Zustand. Straßenschuhe könnten den Zustand nicht verschlimmern. Die Größe des Platzes würde Erwachsene ohne Kinder wohl auch kaum zum ausgelassenen Eislaufen einladen.

Schlögl versteht Kritik nicht

Bürgermeister Karl Schlögl hat für diese Kritik kein Verständnis: „Ich halte diese Beschwerde für eine Zumutung! Man hält sich an nichts, konsumiert aber als Nichtpurkersdorfer eine Leistung. Die Stadtgemeinde bemüht sich um etwas Positives für Kinder und Jugendliche. Der Eislaufplatz wird zwei Mal im Jahr gereinigt und das Eis bearbeitet.“ Es gäbe aber eine klare Regelung.

„Man kann nicht für einen eine Ausnahme machen. Hier merkt man die böse Absicht der Beschwerdeführer.“ Bürgermeister Karl Schlögl

Der Verantwortliche für den Eislaufplatz sei sehr höflich, aber er hätte diese Art der Auseinandersetzung 20 Mal am Tag. Die Kinder hielten sich daran, nur die Erwachsenen nicht. Schlögl: „Man kann nicht für einen eine Ausnahme machen. Hier merkt man die böse Absicht der Beschwerdeführer. Die Stadtgemeinde gibt für diesen Eislaufplatz viel Geld aus. Wenn er den Herrschaften zu klein ist, sollen sie woanders hingehen.“

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